Über die wichtigsten Vorhaben der Gemeinde

Dähres Bürgermeister: Kapitän Hane setzt die Segel

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Um für das Dährer Waldbad Werbung zu machen, schlüpfte Bernd Hane sogar in das Kostüm eines Seefahrt-Kapitäns. In den vergangenen Jahren ist es der Kommune gelungen, die Einrichtung samt Campingplatz zu erhalten.

Dähre. Für sein Lieblingsprojekt, das Dährer Waldbad, einmal in das fantasievolle Karnevalskostüm eines See-Offiziers zu schlüpfen – dafür ist sich der langjährige Rettungsschwimmer und Bad-Koordinator Bernd Hane nicht zu schade.

Derzeit setzt Kapitän Hane auch in seiner Kommune die Segel. Der vor wenigen Tagen neu gewählte Dährer Bürgermeister umriss noch am Wahlabend im Gespräch mit der AZ die wichtigsten Vorhaben der Gemeinde im laufenden Jahr.

Bernd Hane

Seit der Haushalt von der Kommunalaufsicht des Altmarkkreises bestätigt worden ist, können die anvisierten Aufgaben 2017 angegangen werden. Grundsätzlich stellte Bernd Hane angesichts der Knappheit an finanziellen Ressourcen fest: „Die Bürger sollten sich nicht immer fragen, was die Gemeinde für sie tun kann. Vielmehr müsse man danach fragen: Was kann ich, also der Einwohner, für die Gemeinde tun?“, sagte der frisch gewählte Ortschef, der bekanntlich keinen Gegenkandidaten hatte. „Aber was die ehrenamtliche Tätigkeit bei den Bürgern angeht, da sind wir hier in Dähre, vielleicht gerade auch weil wir aus wenig Mitteln viel machen müssen, auf einem guten Weg“, betonte der studierte Landwirt und mehrfache Familienvater. Mit wenig Geld viel erreichen – dass das geht, hat Hane in den Vorjahren im Waldbad bewiesen. Rettungsschwimmer, ehrenamtliche Helfer und nicht ein hauptamtlicher Schwimmmeister sorgen dort für Ordnung. Das spart der Kommune jedes Jahr zig tausende Euro. Positive Bilanz für das Dährer Waldbad im Vorjahr: Rund 8200 Besucher, ein gut besuchter Campingplatz und etwa 6500 Euro Mehreinnahmen waren die Saisonbilanz 2016 im Bad. Wetterbedingt gab es jedoch einen Besucherrückgang.

„Wir konnten es im Rat mit meinen Amtsvorgängern auch in den Vorjahren schaffen, das Waldbad zu erhalten und trotzdem noch wichtige Bauvorhaben in den Ortsteilen umzusetzen. Dazu gehören neben dem Straßenbau die Erdverkabelung und die Straßenbeleuchtung“, so Hane. Derzeit hat sich der finanzielle Engpass der Kommune zunehmend in Wohlgefallen aufgelöst. Die Gewerbesteuereinnahmen sind laut Kämmerei in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. In diesem Jahr steht der Bau der zweiten Straße im Dährer Wohngebiet an.

Auch die Boneser Molkerei könnte abgerissen werden, falls Fördermittel fließen. Im Dährer Bad soll 2017 weiter investiert werden. 20 000 Euro an Ausgaben stehen laut Investitionsplan zu Buche. Das Geld soll in die Sanitäranlagen fließen. Dort gibt es aber einen Sperrvermerk, bis die erwarteten Zuschüsse in Höhe von 10 000 Euro fließen.

Straßenarbeiten zwischen Wiewohl und Holzhausen sowie im Dährer Ortsteil Siedendolsleben sind ebenso vorgesehen wie das Umrüsten einiger Straßenlampen mit energiesparenden Leuchtdioden-Lampen.

Von Kai Zuber

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