Lkw brettern über Feldweg bei Dankensen und fahren sich fest

Anwohner sauer: „Das kann eine Freundschaft zerstören“

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Der Zufahrtsweg zum Haus Nr. 3 in Dankensen ist so abgesackt, dass nur die Ausweichmöglichkeit über die Rasenflächen funktioniert. „Die Lkw, die bei uns vorbei fahren, setzen regelmäßig auf der Mittelkuppe auf“, berichtet Hartmut Sender

Dankensen. Schlamm, tiefe Furchen und Matsch – das ist für Hartmut Sender aus Dankensen Alltag. Im gesamten Diesdorfer Ortsteil ärgern sich derzeit die Anwohner über zerfahrene Bankette (AZ berichtete).

Hartmut Sender ärgert sich zudem noch über einen abgesackten und ausgefahrenen Weg zu seinem Haus – Dankensen Nr. 3 – über welchen die Lkw brettern.

Schlamm, Matsch und tiefe Fahrrinnen sind die Überbleibsel, wenn die Lkw zur Rübenernte auf die angrenzenden Felder fahren. Für Anwohner Hartmut Sender ist es eine unzumutbare Situation.

Als die AZ-Redakteurin auf den Zufahrtsweg einbiegt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als über die bereits zerfahrenen Grünstreifen auszuweichen, so abgesackt sind die Steine. Das wäre der Tod der Ölwanne. „Die Lkw, die auf den Weg auffahren, setzen unten erst einmal schön auf der Mittelkuppe auf und ziehen dann über den Rasen“, erzählt Hartmut Sender. Die 40-Tonner, die im Ort alles zerfahren, wühlen auf dem kommunalen Feldweg die Erde richtig auf – und das führt zu jeder Menge Unmut.

Die alte Straße war früher ein richtiger Hingucker, sinniert Hartmut Sender. „Die wurde meines Wissens noch vom Reichsarbeitsdienst angelegt“, so der Dankensener. Seit zwei, drei Jahren allerdings ist die Straße immer weiter abgesackt und bröckelt vor sich hin. Und in den vergangenen Wochen trägt auch das nasse Wetter nicht gerade zu einer Verbesserung der Situation bei. „Wenn es friert, ist der Boden ja immerhin so hart, dass nicht allzu viel passiert. Aber so wie derzeit? Ich brauch mein Auto schon gar nicht mehr waschen, es wird ja eh sofort wieder dreckig“, ist der Dankensener sauer.

Die aufgewühlten Wege sind ein richtiger Zankapfel im Dorf. „Ich weiß ja, zu welchen Feldern die Lkw fahren. Die Bauern wollen allerdings nichts an der Situation ändern. Das kann eine Freundschaft zerstören“, zeigt sich Sender traurig. Ab 4 Uhr in der Früh fahren in regelmäßigen Abständen die Lkw erst über den Steinweg und dann über den Feldweg. „Da haben sich auch schon einige festgefahren. Die zieht der Bauer dann mit seinem Traktor wieder auf den Weg“, erzählt Sender. Beweisfotos und die aufgeschriebenen Kennzeichen hat er bereits an das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf geschickt. Auch einen Vor-Ort-Termin gab es schon. „Das war allerdings schon vor fast drei Wochen. Eine Rückmeldung habe ich leider noch nicht bekommen.“ Eine Tonnage-Begrenzung würde schon helfen, ist sich Sender sicher.

Sender würde sich über eine neue Befestigung der Straße freuen. Dabei müsste er sich allerdings als einziger Anlieger mit 65 Prozent an den Kosten beteiligen. „Ich würde die Straße ja auch selbst pflastern, wenn die Gemeinde die Materialien stellt“, bietet der Dankensener an. Und sieht mit bangem Blick auf die Zukunft. „Die Rübenanbauflächen werden ja auch immer größer. Wie soll es da weitergehen, wenn immer mehr Lkw über die Straße pflügen?“

Von Katja Lüdemann

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