Gemeinderat Beetzendorf uneinig über das Bauvorhaben Gemeindehof

Kampfabstimmung vertagt

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Der Gemeinderat Beetzendorf beriet am Donnerstagabend unter anderem über das Bauvorhaben Gemeindehof. Nach einer langen und intensiven Aussprache musste die Entscheidung aber dennoch vertagt werden. 

Beetzendorf. In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Beetzendorf stand auch das Bauvorhaben Gemeindehof auf der Tagesordnung. Hintergrund: Auf dem ehemaligen Forstgelände nahe der Goethestraße steht für die Gemeindearbeiter dort ein altes, marodes Gebäude.

„Unsere Gemeindearbeiter sind fleißig und haben etwas besseres verdient. Diese derzeitige Unterbringung ist nicht mehr zumutbar“, sagte Bürgermeister Lothar Köppe bereits in der vergangenen Hauptausschusssitzung.

Im Haushalt für 2018 sind für die Errichtung eines geeigneten Sozialgebäudes 100 000 Euro bereitgestellt. Für die rund acht mal acht Meter große Fläche liegen nun zwei Optionen auf dem Tisch: Ein Container oder ein massives Gebäude. Während der Hauptausschuss die Containervariante präferierte, sprach sich der Bauausschuss für den Massivbau aus.

Köppe stellte einige Zahlen dazu vor. So habe die Gemeinde ein Angebot einer Firma vorliegen, wonach die Containeroption rund 54 000 Euro kosten würde. Für den Massivbau belaufen sich die Kosten nach Schätzung auf 106 000 Euro. In der darauffolgenden Diskussion zählte Ratsmitglied Thorsten Massel seine Argumente für den Container auf. Es wäre deutlich günstiger und Container seien flexibler. Sie haben heutzutage einen hohen Qualitätsstandard und auch die Folgekosten seien niedriger als bei einem festen Gebäude, so Massel. Köppe hob noch einmal hervor, dass es sich lediglich um eine Schätzung handele und er selber nicht an die Höhe von 106 000 Euro glaube. „Die Mehrkosten sind nur marginal. Man muss sich nur mal die Verhältnisse vor Ort angucken. Die Gemeindearbeiter brauchen ein vernünftiges Gebäude mit Aufenthaltsraum und Sanitärbereich“, begründete Ratsmitglied Bodo Meyer und sprach sich somit klar für das feste Gebäude aus. Massel erwiderte: „In Schulen werden auch Container eingesetzt, schließlich entscheiden wir über Steuergelder.“ Dietmar Sommer, stellvertretender Bürgermeister, sah eine viel zu große Wertminderung bei Containern.

Kurz vor der entscheidenden Kampfabstimmung intervenierte Massel. Er gab zu bedanken, dass die Kosten eines Massivsbaus doch über der im Haushalt eingeplanten Summe liegen würden. Deshalb könne die Entscheidung nicht getroffen werden ohne weitere Beratung. Somit wurde die Entscheidung vertagt.

Von Stefan Wasinski

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