Imkerverein „Eintracht“ feilt weiter an Internetauftritt

Kalter Ostwind lässt Beetzendorfer Bienen zittern

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Der zum Teil herrschende Nachtrost bremst die Immen zuweilen beim Ausschwärmen.

Beetzendorf – Die beginnende Frühjahrstrockenheit ist nicht das einzige Thema, was die altmärkischen Imker derzeit beschäftigt. Auch der zum Teil noch recht kräftige Nachtfrost bremst die Immen zuweilen beim Ausschwärmen.

Der anhaltend kalte Ostwind lässt die Bienen zittern. „Das macht sich schon bemerkbar“, sagt Imker Jürgen Schulz aus Lüdelsen, der trotzdem auf eine gute Honigsaison 2020 hofft. Doch einige Blüten, zum Beispiel an den Obstbäumen sind infolge der harten Nachtfröste bereits erfroren.

Vereinsvorsitzender Günter Schröder will die gute Zusammenarbeit mit dem Diesdorfer Freilichtmuseum fortsetzen.

Jürgen Schulz betreut derzeit sechs Bienenvölker. „Man kann beobachten, das bei den tieferen Temperaturen vor allem die starken Völker schwärmen, sobald die Sonne hochkommt“, sagt der Lüdelsener.

Das bestätigt auch Imker und Vereinsfreund Volker Gäde vom Vorstand des Imkervereins „Eintracht“ Beetzendorf und Umgebung. „Die Bienen fliegen gut, aber der kalte Ostwind ist derzeit ungünstig für die Honigproduktion“, sagt der Rohrberger.

Stand im Museum

Auch sonst gibt es einige Neuigkeiten im Verein, obgleich einige Termine für dieses Jahr wegen der Corona-Krise gestrichen werden mussten. „Die Zusammenarbeit mit dem Diesdorfer Freilichtmuseum und Museums- chef Jochen Hofmann geht weiter. Wir werden dort unseren Stand auch in dieser Saison weiter betreuen“, so Gäde. Die vereinsinterne Honigbewertung in der Herbstversammlung soll beibehalten werden. Denn: Sie gibt den Teilnehmern Rückmeldungen über die Qualität des eigenen Honigs.

Andere Imker lernen die Anforderungen an hochwertigen Honig kennen und können mit den eigenen Bemühungen vergleichen. Leider war die Teilnahme im Vorjahr sehr gering, resümierte der Vereinschef Günter Schröder. „Das ist kaum zu verstehen, weil dieser Vergleich aussagekräftig und preiswert ist. Beim Landeswettbewerb müssen für jede Probe drei Gläser und 20 Euro aufgewendet werden“, so der Apenburger. Eine Medaille aus diesem Wettbewerb sei allerdings sehr verkaufsfördernd. „Das kann man bei Veranstaltungen in Diesdorf immer wieder feststellen, wenn man zurecht damit wirbt. 2019 wurden aus unserem Verein sechs Honigproben eingesandt“, so Schröder.

Die Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule Apenburg war in den vergangenen Monaten für sechs Kinder ein großes Erlebnis. Sie lernen die Welt der Bienen kennen, ernten eigenen Honig und wecken bei Mitschülern oder in der Familie Interesse für die Imkerei. Großen Anklang fand beim Schulfest das Angebot von Honigschnitten zur Verkostung. „Das Brot sponserte die Apenburger Bio-Bäckerei. Die Jagdgenossenschaft Apenburg gab fast 200 Euro für die Anschaffung von T-Shirts mit dem Logo der Arbeitsgemeinschaft“, erinnerte Schröder.

Digitale Infos

Der Internetauftritt wird gerade zu Zeiten von Corona ständig aktuell gehalten. Er sollte aber laut Vereinsvorstand zur Werbung und Information mehr genutzt werden. Adresse: www.imkervereineintracht.de.

Zur Mitgliederentwicklung: Es gab in diesem Jahr zwei Abmeldungen, aber auch vier Anmeldungen von Jungimkern. Zur Zeit hat der Beetzendorfer Imkerverein 41 Mitglieder, darunter drei über 80 Jahre, zwei fördernde Mitglieder, neun Mitglieder ohne Völker sowie ein Jugendlicher. Durch die Anfängerlehrgänge konnten die Imker 15 neue Mitglieder gewinnen – ein Grund, diese auch in Zukunft anzubieten. „Mit über 40 Mitgliedern haben wir eine gute Größe erreicht. Aufgrund unserer Altersstruktur ist aber eine weitere Gewinnung jüngerer Mitglieder nötig, ohne dass wir auf die Erfahrung älterer Imker verzichten möchten“, resümierte Vereinschef Schröder weiter.

Folgende Termine stehen derzeit noch an: Am 23. Oktober ist ab 19 Uhr Herbstversammlung und am 16. Januar 2021 beginnt um 14 Uhr die Jahreshauptversammlung.

VON KAI ZUBER 

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