Bisheriger Scheunenpächter kauft Grundstück

Jetzt kommt der Schutt in Hohenböddenstedt weg

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Eine große Scheune war am 4. März in Hohenböddenstedt eingestürzt. Nun will der bisherige Pächter das gesamte Grundstück, zu dem noch zwei Gebäude gehören, von der Gemeinde Diesdorf kaufen.

Hohenböddenstedt – Was lange währt, wird endlich gut. So abgedroschen das Sprichwort auch klingen mag, so oft stimmt es aber auch. Am 4. März war in Hohenböddenstedt eine große Scheune durch Böen des Sturmtiefs „Bennet“ eingestürzt (AZ berichtete).

Nun haben sich der bisherige Pächter der Scheune, Jürgen Neuling, und die Gemeinde Diesdorf geeinigt, dass das gesamte Gundstück, zu dem noch zwei leer stehende Gebäude und eine Wiese gehören, an Neuling verkauft wird.

„Ich kann mit der Nachricht ganz gut leben“, sagte Jürgen Neuling am Donnerstag, nachdem er telefonisch erfahren hatte, dass der Gemeinderat am Vortag im nichtöffentlichen Teil dem Verkauf zugestimmt hatte. Den Kaufpreis für das 7000 Quadratmeter große Grundstück und 1,7 Hektar Wiese wollten sowohl Jürgen Neuling als auch Bürgermeister Fritz Kloß auf AZ-Nachfrage nicht nennen. Kloß erklärte lediglich, der Kaufvertrag werde zeitnah von der Gemeindeverwaltung unterschrieben.

Seitdem die Scheune am Rosenmontag eingestürzt war, hatte sich auf dem Grundstück nichts getan. Dies soll sich nun ändern. „Ich fange an diesem Wochenende an, den Schutt zu beräumen.“ Dies mache er mithilfe seiner Familie, die Gemeinde unterstütze ihn dabei nicht. Jürgen Neulings Ziel sei es, das Fachwerk der Scheune wiederherzustellen, um das Gebäude wie bereits vor dem Einsturz als Stall für seine Schafe nutzen zu können.

Die beiden anderen Gebäude auf dem Areal, die schon lange leer stehen, wolle er sichern und damit versuchen, diese zu erhalten. „Es gibt genügend zu tun für die nächsten Jahre“, blickt Neuling voraus. Denn Probleme und Schwierigkeiten gebe es einige auf dem Gelände. So gebe es noch Fundamente von einem alten Hühnerstall und einen in der Erde vergrabenen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 30 000 bis 40 000 Litern. „Dieser Eisentank wird wohl inzwischen verrostet sein“, sagte Neuling. Der Tank sei schon vor vielen Jahren als Löschwasserreserve angelegt worden. „Damals hatte es in einem Schweinestall ein großes Feuer gegeben, und es gab keinen Löschwasserteich im Ort. Die Kameraden mussten damals das Wasser aus dem Molmker Bach holen“, erinnert sich Jürgen Neuling zurück.

Mit der Zukunft des Grundstücks in Hohenböddenstedt hatten sich bereits der Diesdorfer Bauausschuss und der Gemeinderat beschäftigt. Mit dem Verkauf an Jürgen Neuling besteht die Hoffnung, dass der Ortskern von Hohenböddenstedt bald wieder einen ordentlichen Eindruck bei Besuchern hinterlässt.

VON CHRISTIAN REUTER

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