Erste Hilfe unterm Christbaum / Ellenberger Feuerwehr gibt Einwohnern hilfreiche Tipps für viele Notlagen

Jeder kann Leben retten

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Weiterbildung im Gerätehaus: Die Ellenberger Feuerwehr gab interessierten Einwohnern hilfreiche Tipps für viele Notlagen. „Erste-Hilfe-Auffrischung unterm Christbaum“ – so etwa konnte Referent Thomas Ortlieb seine mit über 30 Zuhörern gut besuchte Veranstaltung auch nennen.

Ellenberg. Um ein Lebensretter und ein Held zu sein, braucht man kein Diplom. Dazu gehört nur etwas Wissen, Handlungswillen und eine Portion gesunder Menschenverstand. Dies wurde am Sonnabend im Ellenberger Feuerwehr-Gerätehaus nur zu deutlich.

Weil den Ellenberger Brandbekämpfern um Wehrchef Thomas Ortlieb eine einfache Weihnachtsfeier mit Glühwein und Kuchen nicht peppig genug ist, erweiterten sie diese bereits zum fünften Mal um einen kleinen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs. Fazit: Jeder kann Leben retten.

Die Ellenberger Feuerwehr gab interessierten Einwohnern hilfreiche Tipps für viele Notlagen. „Erste-Hilfe-Auffrischung unterm Christbaum“ – so etwa konnte Referent Thomas Ortlieb seine mit über 30 Zuhörern gut besuchte Veranstaltung auch nennen. Der kenntnisreiche Notruf-Experte erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten, eine Gefahrenlage zu melden: Per Telefon-Notruf, Whatsapp, E-Call, Google-Maps, GPS-Koordinaten, Rettungspunkt in Wald und Feldmark, Notrufsäule, Alarm-Knopf, ärztlichem Bereitschaftsdienst oder Krankentransport. Wichtig sei es, schnell die fünf W-Fragen zu beantworten, die der Disponent in der Notruf-Zentrale der Leitstelle stellt: Wo ist was passiert? Wer ruft an? Wie viele Betroffene gibt es und welche weiteren Rückfragen könnte es geben?

Binnen einer Minute muss das bei der Leitstelle absolviert sein. Jede Sekunde zählt, weil im Falle eines Kreislaufversagens nach vier bis fünf Minuten die Chancen zur Wiederbelebung des Verletzten rapide sinken, wie Thomas Ortlieb nach einem Video-Film betonte. Herzdruck-Massage und Mund-zu-Mund-Beatmung müssen im richtigen Rhythmus (30 zu 2) erfolgen.

Dann zeigte der Ellenberger Wehrleiter die Wirkung eines modernen Defibrillators. „Das innovative Gerät erklärt sich selbst und kann auch von Laien zur Ersten Hilfe bedient werden“, so Ortlieb.

Zwei kleine Elektroden werden auf den Brustkorb geklebt und schon kann es mit der Reanimation bei Herz-Rhythmus-Störungen wie Kammerflimmern los gehen.

In vorweihnachtlicher Atmosphäre lernte es sich im Ellenberger Feuerwehr-Gerätehaus am Besten. Diese gute Tradition will die Truppe auch weiterhin am Vorabend des Ersten Advent bei Kaffee und Kuchen beibehalten.

Von Kai Zuber

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