Mysteriöses Tier regt die Fantasie der örtlichen Angler an / Heiner Kamieth bleibt hingegen gelassen

Jagd auf den Wels soll beginnen

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Mann mit Erfahrung und Erfolg vor Ort: Die Ehrengalerie am See zeigt den Musiker und Hobbyangler Heiner Kamieth aus Jübar mit seinem 2007 gefangenen Marmorkarpfen. Dass in Lüdelsen ein großer Wels existieren soll, zweifelt er hingegen an.

Lüdelsen. Längst ist der Lüdelsener Wels landesweit in die schuppigen, schwimmenden Promi-Kategorien vorgerückt. Dieses Jahr soll sich nun entscheiden, ob der Wels, sofern er existiert, gefangen wird oder noch länger seine mysteriösen Runden schwimmen darf.

Die AZ befragte dazu den Jübarer Angler Heiner Kamieth. Der früher passionierte Petrijünger holte bereits mehrere Riesenfische, darunter Marmorkarpfen, aus dem Teich. „Doch ich bin ruhiger geworden, was das Angeln betrifft. Da soll die Jugend zeigen, was sie kann“, so Kamieth.

Idylle pur: Sogar eine Schutzzone für Fische gibt es im Lüdelsener See. Welse und andere Wassertiere mögen solche ruhigen Bereiche, die sie vor äußeren Gefahren schützen. 

Noch gut kann er sich daran erinnern, wie die Angelgruppe um das Jahr 2011 herum plante, das Wasser des Sees zur Bestandsaufnahme des Fischbesatzes abzulassen. Dafür steht am Ende des Gewässers ein sogenannter „Mönch“ bereit. „Doch dieses Vorhaben wurde dann verworfen. Wenn es um den Wels geht, sollten sich alle Beteiligte an einen Tisch setzen und einen Schlachtplan entwerfen“, meinte Heiner Kamieth. Auch die Wasserbehörde sollte noch einmal kontaktiert und einbezogen werden, hieß es.

Kamieth äußerte sich zugleich skeptisch, ob wirklich ein so großer Wels im Lüdelsener Teich schwimmt. Doch viele Angler glauben, dass der Monsterwels, der bereits einen kleinen Hund attackiert haben soll, wirklich existiert.

Auch Stefan Otte vom Diesdorfer Anglerverein will dieses Jahr mit schwerem Gerät an das Ufer des Lüdelsener Sees gehen, um sein Glück zu versuchen. Die Jagd hat also begonnen.

Zwischen Glauben, Hoffen, Glück und Gewissheit deutete zum Jahreswechsel das Altmark-Orakel die Zukunft für den Lüdelsener Wels. Die beiden Wahrsagerinnen Manjari (Grit Kopka) und Aveta Feuerfee (Heike Ellen Pieper) warfen für die AZ einen Blick in die Zukunft des Jahres 2018 und ließen die Karten sprechen (wir berichteten). Fazit der beiden Erleuchteten in Sachen Lüdelsener Monsterwels: Es gibt ihn wirklich, er wird stark bejagt, aber letztlich nicht gefangen.

Von Kai Zuber

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