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Löcher, Huckel und defekte Kabel

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Von: Kai Zuber

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Eine mittels Absperreinrichtungen gesicherte Baustelle auf einem Gehweg.
Breitband-Kollateralschäden und notwendige Nacharbeiten in der Gemeinde Jübar, wie hier im Ortsteil Bornsen, sollen nun gesammelt und behoben werden. © Kai Zuber

Um Kollateralschäden im Untergrund sowie Löcher, Huckel und defekte Kabel in den Ortsteilen ging es jüngst im Jübarer Gemeinderat. Die Mängel bei der Breitband-Verlegung sollen nun zusammen mit dem Bauamt der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf gesammelt und aufgearbeitet werden, hieß es in dem Gremium. Am Ende soll dann ein Vertreter des Baumamtes zur nächsten Ratssitzung eingeladen werden, um die notwendigen Nacharbeiten zur Wiedergutmachung der Schäden zu koordinieren, meinte Jübars Bürgermeister Carsten Borchert.

Jübar – „Die Abnahmen nach den Arbeiten waren teilweise mangelhaft“, meinte Ratsherr Hagen Drenkmann zuvor. Denn auch wenn die zuständigen Baufirmen sich mit „Personalproblemen“ herausreden wollen, können man dies nicht so stehen lassen, denn in vielen Orten seinen Nach- und Restarbeiten sowie Aufräumaktionen notwendig. Weil die Breitbandleitungen zum Teil im Erdreich mit Schussanlagen vorangetrieben werden, sei auch so manches andere Kabel in Mitleidenschaft gezogen worden. Darunter auch Kabel für die Straßenlampen. So brennen zum Beispiel nach den Erdarbeiten in Lüdelsen nicht mehr alle Laternen, wie Vize-Bürgermeister Lutz Peters bestätigte. Auch aus Hanum gab es Kritik, die Ratsfrau Simone Lohsen vortrug: „Es bleiben nach den Arbeiten vielerorts Löcher.“ „Doch wer flickt diese Löcher?“, fragte Einwohner Wolfgang Schulz in die Runde. Diese Frage soll nun gemeinsam mit dem Bauamt der VG beantwortet werden.

Hintergrund: Im Projektgebiet drei gab es zum Jahresende eine Erfolgsmeldung: Fast ein Gigabit wurde beim sogenannten Speedtest (Datengeschwindigkeit) gemessen, sodass sich der Wunsch auf eine zukunftsfeste Breitbandinfrastruktur mit mindestens 500 Mbit/s in unserer Region für rund 500 Haushalte in Altensalzwedel, Apenburg, Audorf, Baars, Groß Gischau, Hagen, Hohenhenningen, Käcklitz, Klein Apenburg, Klein Gischau, Neuendorf, Poppau – Sieben Linden, Quadendambeck, Recklingen, Rittleben, Saalfeld, Schieben, Siedenlangenbeck, Siedentramm, Stapen, Valfitz, Winterfeld, Wöpel erfüllte. Die Gemeinde Jübar gehört zum Projektgebiet drei. Insgesamt könnten in der Altmark nach Fertigstellung des Breitbandnetzes etwa 30 500 Haushalte auf diese Weise mit zukunftsfähigen Glasfaserleitungen versorgt werden. Dafür investiert der Verband über 182 Millionen Euro, welche vor allem unterstützt durch Fördergeldern von Bund und dem Land Sachsen-Anhalt finanziert werden.

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