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Kleinere Brötchen backen

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Von: Kai Zuber

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Ein Wegweiser aus braunem Holz und mit goldener Schrift leitet Wanderer und Radfahrer nach rechts aus dem Bild.
Der idyllische Radweg nach Römke in Richtung Abbendorf: Derzeit überlegt man im Flecken Diesdorf, welche Wege mit wenig finanziellem Aufwand 2023 touristisch aufgearbeitet werden können. © Kai Zuber

An der Diesdorfer Darre soll 2023 bekanntlich kein Geld investiert werden, doch die Mitglieder des Diesdorfer Hauptausschusses sammelten noch zahlreiche weitere Ideen, wo „haushaltstechnisch“ noch Einsparpotenzial vorliegt. Auch für Projekte, die im kommenden Jahr realisiert oder zumindest maßgeblich angeschoben werden sollen, waren Meinungen gefragt, um die nächste Gemeinderatssitzung nebst Haushaltsplanung vorzubereiten.

Diesdorf – Hauptausschuss-Mitglied Dietmar Schulz sprach den Sanierungsbedarf an der Straße zwischen Schadeberg und Höddelsen an. „Die Seitenstreifen entlang der schmalen Fahrbahn wachsen schon zu. Auch müsste eine neue Bitumenschicht aufgetragen werden“, so der Höddelsener. Ebenfalls marode zrigt sich der Zaun am Diesdorfer Erlebnisbad. Stück für Stück müssen auch Pumpen und Filter in der Einrichtung erneuert werden. Außerdem wurde in dieser Saison ein erheblicher Wasserverlust registriert. „Woher der kommt, wissen wir nicht genau. Er scheint jedoch derzeit gestoppt“, sagte Diesdorfs Bürgermeister Daniel Rieck. Der Ortschef hofft nicht, dass eine der Leitungen unter dem Becken undicht ist. Der Aufwand, um das zu reparieren wäre sehr hoch. Pläne zu einem Leitungssystem des kurz nach der Wende errichteten Freibad aus Edelstahl gibt es nicht mehr. Außerdem soll 2023 eine Solaranlage im Erlebnisbad installiert werden, um die Kosten für die Hochsaison zu senken. Ein Angebot dazu wird derzeit eingeholt. Investiert werden soll außerdem in die Trauerhalle im Ortsteil Molmke. Hier ist die Holzfassade marode. Die Sportler in Waddekath wünschen sich einen Wasseranschluss. Außerdem wurde das Thema Radwege im Hauptausschuss diskutiert. Laut Daniel Rieck sind damit nicht die bitumierten straßenbegleitenden Radwege gemeint, sondern Pisten, die mit wenig Geld und Aufwand aufgearbeitet werden können.

Auch ein Radweg zwischen Diesdorf in Richtung Schadewohl wurde angesprochen, weil es jüngst auf dem unübersichtlichen Kerstenberg einen tragischen Unfall gab. „Ein solcher Radweg wäre aber sehr teuer, weil unter anderem Bauland gekauft werden muss“, gab Rieck zu bedenken. Dazu kommen noch einmal hohe Planungskosten. Das selbe betrifft einen Weg zwischen Waddekath und Reddigau. Der wäre zwar sehr idyllisch, aber ebenfalls zu teuer. Für einen Radweg über den Kerstenberg könne übrigens erst ein Antrag gestellt werden, wenn dieses Projekt von einer Vielzahl gewünscht werde. Insgesamt will der Flecken Diesdorf im investiven Bereich 2023 kleinere Brötchen backen, hieß es im Hauptausschuss. Beim Ausbau von Radwegen will die Kommune verstärkt mit sogenannten Mineral-Mischungen aus Schotter und grobem Kies arbeiten – zum Beispiel in der Region um Molmke, Römke, Abbendorf, Reddigau, Lindhof und in Richtung Eickhorst. Für weitere Wege werden noch Ideen gesucht. „Es geht um die Verbesserung von Wegen, die wir schon haben und keine neuen, teuren Bitumen-Pisten. Dabei sollten wir uns vor Ort unter anderem mit den Anliegern und Jagdpächtern abstimmen“, betonte Rieck.

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