Glasfaser in Ahlum

Kollateralschäden im Erdboden

Ein backsteinfarbenes Trafo-Häuschen mit heraushängenden Versorgungsleitungen.
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Die Verlegung von Glasfaserleitungen fordert hin und wieder ihren Tribut. Dies bekamen nun auch Einwohner am Ahlumer Winkel zu spüren, wo eine Hauswasserleitung „zerschossen“ wurde.
  • VonKai Zuber
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Die aktuelle Glasfaserleitungs-Verlegung in der westlichen Altmark mit dem Ziel der Bereitstellung des schnellen Internets fordert hin und wieder ihren Tribut. Dies bekamen nun auch Einwohner am Ahlumer Winkel zu spüren.

Ahlum – Kollateralschäden im Erdboden bleiben trotz aller Sorgfalt offenbar nicht aus: Im Zuge der Glasfaser-Verlegung wurde bereits vor vier Wochen eine Hausversorgungs-Wasserleitung im Ahlumer Winkel regelrecht im Untergrund „zerschossen“, wie Anwohner am Mittwoch bei der Rohrberger Gemeinderatsitzung beklagten, wo nebenbei am Winkel auch Probleme mit der Straßenreinigungssatzung zur Sprache kamen. Die betroffene Familie Borchert beklagte bei der Einwohnerfragestunde die durch unterirdische Schachtungen offenbar beschädigte Wasserleitung ihres Hauses und die damit verbundene provisorische Notlösung: Dieser Zustand sei „bereits seit dem 24. Juni so, und nichts rührt sich seitdem“, machten die Anlieger deutlich. „Wir können nicht einmal für ein paar Tage weg, weil wir nicht wissen, wann der Schaden endlich repariert wird“, so Familie Borchert. Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz versprach, sich zu kümmern, betonte jedoch, dass die Gemeinde nicht Auftraggeber dieser Maßnahme sei. Der zuständige Trinkwasserverband werde sich melden, man wisse aber nicht, wann, hieß es zur Begründung. Im Zuge der Glasfaserleitungs-Verlegung wurden auch andere Missstände bekannt. So beobachteten Bürger zum Beispiel, dass von den beauftragten Firmen Bordsteine an Gehwegen und Straßen aufgenommen, jedoch nicht wie üblich anschließend mit Beton verfüllt wurden. Am Ende der Maßnahmen werde dies alles bei einer Begehung und einer Endabnahme geprüft, hieß es daraufhin im Rohrberger Gemeinderat.

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