Ratsherr Norbert Kozyk: Tatort Sandstraße berüchtigt / Steffen Quas aus Waddekath ist vorbildlich

Immer wieder Ärger mit dem Hundedreck

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Der Tatort Sandstraße in Diesdorf ist berüchtigt. Dort liegen regelmäßig nicht entsorgte Tretminen der Vierbeiner auf Gehwegen.

Diesdorf / Waddekath. Gäbe es im gesamten Flecken Diesdorf nur vorbildliche Hundehalter, so wie zum Beispiel Steffen Quas aus dem Ortsteil Waddekath, dann wäre der Ärger in Sachen Tretminen auf öffentlichen Straßen und Gehwegen überhaupt nicht hochgekocht.

Bei jedem Gassi gehen, tütet Steffen Quas die Hinterlassenschaften seiner französischen Bulldogge namens Loona sorgfältig ein und nimmt so das Geschäft mit nach Hause, wo das Tütchen im eigenen Hausmüll entsorgt wird. „Ich habe diese Plastetütchen immer mit dabei – für mich eine Selbstverständlichkeit. Aber es gibt auch in Waddekath schwarze Schafe, die das nicht so machen“, meint Quas.

„Alles, was Loona hinterlässt, wird eingetütet.“ Der Waddekather Steffen Quas ist ein vorbildlicher Hundehalter.

Ärger mit dem Hundedreck gibt es laut dem Diesdorfer Ratsherrn Norbert Kozyk vor allem im Diesdorfer Ortszentrum: Der Tatort Sandstraße sei besonders berüchtigt. Damit widerspricht Norbert Kozyk entschieden einer jüngsten Darstellung von Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß und seiner Stellvertreterin Angelika Scholz (AZ berichtete). „Der Hundedreck in der Sandstraße ist kein bisschen weniger geworden. Erst kürzlich habe ich bei einem Spaziergang selbst vier Klumpen Hundekot aufgelesen“, regt sich Norbert Kozyk über die Zustände auf.

Der Diesdorfer habe das Problem mehrmals im Gemeinderat angesprochen: „Erst hat es in den Zeitungen ein mediales Strohfeuer gegeben und es wurde viel diskutiert, doch passiert ist letztlich nichts in Diesdorf. Das ging bei den Entscheidungsträgern zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus“, so der Ratsherr.

Dann holt er gleich zum nächsten Rundumschlag auf Polizei und Ordnungsamt aus: Hundehalter würden zu wenig kontrolliert, Ordnungswidrigkeiten so gut wie gar nicht geahndet. „Die Marktstände werden abkassiert und das war es dann. Niemals werden Hundehalter kontrolliert, ob sie ein Tütchen dabei haben“, so der Diesdorfer. Norbert Kozyk plädiert dafür, dass die Kommune Tütchenspender für die Hundehinterlassenschaften aufstellen sollte, auch wenn die Hundehalter letztlich für die Kot-Entfernung verantwortlich seien. „Schließlich nimmt die Gemeinde ja auch jede Menge Geld durch die Hundesteuer ein. Dafür kann man auch was tun“, meinte Kozyk.

Von Kai Zuber

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