Josef Fink hat sein Zuhause in der Altmark gefunden

„Hunde sind mein Leben“

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Josef Fink hat in der Altmark sein Zuhause gefunden. Und in der Aufgabe, vernachlässigte Hunde aufzupäppeln, seine Bestimmung. Besonders „Tiny“ ist sein Liebling.

Dolsleben. Der leichte Ruhrpott-Dialekt von Josef Fink ist unüberhörbar. Der sympathische 47-Jährige hat in der Altmark ein neues Zuhause gefunden. Die Weite und Zurückgezogenheit der flachen altmärkischen Landschaft weiß der Tierfreund sehr zu schätzen. Vor etwa einem Jahr ist Josef Fink Wahlaltmärker geworden. Der Mann mit dem grau melierten Rauschebart und der Latzhose fühlt sich wohl im so genannten Hansjochenwinkel. Er hat vor wenigen Monaten die ehemalige Entenfarm gekauft. Das Anwesen befindet sich unweit von Dolsleben in Richtung des Dährer Ortsteils Kleistau.

„Meine bisherigen Lebensstationen waren der Ruhrpott und Bayern. Doch auch die Altmark ist mir ans Herz gewachsen“, beschreibt Josef Fink den Standortwechsel. Dann erzählt er der Altmark-Zeitung, wie es ihn ausgerechnet in den Nordosten der Republik verschlagen hat: „Das habe ich Eleonore Rösner-Wustrack aus Deutschhorst zu verdanken. Über ihren Herdenschutzhundeservice, der sich um in Not geratene Vierbeiner kümmert, nahm ich Kontakt zur Region auf“, berichtet Josef Fink. Ein Leben ohne Hunde kann sich der naturverbundene Mann nicht mehr vorstellen: „Sie sind ein bedeutender Teil meines Lebens“, sagt der Mann mit dem beeindruckenden Bart.

Die Idee, vernachlässigte Hunde aufzupäppeln und sie danach an liebevolle Halter weiter zu vermitteln, gefiel Josef Fink. Herdenschutzhunde sind große und kräftige Hunde, die für den Schutz und die Verteidigung der ihnen anvertrauten Herde gegen Menschen und Tiere gezüchtet werden. „Einige Menschen verwechseln diese Rassen mit den Hütehunden, welche die Tierherden zusammenhalten sollen. Für das Hüten halten die Hirten aber kleine und wendige Hunde“, erklärt Josef Fink die Besonderheit. Der Schutz vor Raubtieren, besonders in bergigen Regionen, ist dagegen Aufgabe des kräftigeren Herdenschutzhundes. Rassebeispiele sind der Pyrenäen-Berghund aus Frankreich, der Bergamasker Hirtenhund aus Italien, der Tornjak aus Bosnien oder der Kangal aus der Türkei.

Schnell wurden die Kontakte in die Altmark für Josef Fink enger. „Später entdeckte ich dann das Grundstück zwischen Dolsleben und Kleistau und kaufte die alte Entenfarm“, so der Neu-Altmärker. Er selbst hält zwei Hunde: „Berkal“, einen Kangal-Herdenschutzhund vom Land am Bosporus. Sein erklärter Liebling ist jedoch Hundedame „Tiny“. Die gutmütige sechsjährige englische Bulldogge begleitet Josef Fink regelmäßig auf seinen Besuchen in die Diesdorfer Bibliothek. Während der Tierfreund am Computer sitzt oder in der Literatur schmökert, hat „Tiny“ Zeit zum Dösen. „Ein Leben ohne Hunde könnte ich mir kaum vorstellen“, sagt Fink und nimmt „Tiny“ liebevoll wie ein Baby auf den Schoß.

Von Kai Zuber

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