Nach Hydrantenprüfung 160 Meter Wasserleitungen zerstört

Hoher Schaden durch Rohrbruch in Tangeln

In Tangeln hatte es Mitte November nach einer Hydrantenüberprüfung einen Rohrbruch gegeben. Dabei war ein Schaden von 70 000 Euro entstanden.
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In Tangeln hatte es Mitte November nach einer Hydrantenüberprüfung einen Rohrbruch gegeben. Dabei war ein Schaden von 70 000 Euro entstanden.
  • Monika Schmidt
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  • Christian Reuter
    Christian Reuter
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Mehmke/Tangeln – „Der Rohrbruch in Tangeln macht uns richtig viel Sorgen“, sagt Birgit Lange, Geschäftsführerin des Klötzer Wasserverbandes. In der Verbandsversammlung am Dienstag berichtete sie, dass der Verursacher für den Schaden inzwischen ermittelt werden konnte.

Ursache war eine Hydrantenüberprüfung der Feuerwehr, berichtete Birgit Lange.

„Es handelt sich um einen Bedienfehler“, informierte sie weiter. Denn eigentlich dürfen die Feuerwehren für die Hydrantenüberprüfung ihre Tragkraftspritze nicht ans Netz anschließen. Das sei der Verbandsgemeinde bekannt gewesen, aber wohl nicht so an alle Feuerwehrleute durchgestellt worden. Zwischen dem Wasserverband und der Verbandsgemeinde gab es bereits eine Beratung zu dem Thema. „Es gab ein bisschen Ärger“, gibt Birgit Lange zu. „Wir sind auf einem guten Wege“, betonte sie zum Verlauf der Gespräche. „Es war aber ein Fehler, der passieren kann, es war keine Absicht“, weiß Birgit Lange. Der entstandene Schaden – laut Wasserverband 100 000 Euro (in Tangeln und Nesenitz) – ist von der Verbandsgemeinde beim Versicherer angemeldet worden. Ob dieser die Kosten übernimmt, sei aber noch offen.

Der Wasserrohrbruch in Tangeln war auch Thema in der jüngsten Sitzung des Rates der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf am Mittwoch in Mehmke. Ratsherr Jürgen Benecke wollte wissen, was es Neues zu dem Sachverhalt gibt. VG-Bürgermeister Michael Olms gab Auskunft: „Der Wasserverband Klötze geht davon aus, dass im Zuge einer Hydrantenprüfung auf 160 Metern die Wasserleitungen zerstört wurden. Der Wasserverband sagt, er hat alles richtig gemacht.“

Ratsfrau Ninett Schneider fragte nach, ob der VG Kosten entstehen würden. Der Wasserverband habe einen Schaden von 70 000 Euro (in Tangeln) angegeben, erwiderte Olms. Die Verbandsgemeinde habe den Schaden beim Kommunalen Schadensausgleich angemeldet. „Das wird wohl über die Versicherung reguliert werden“, erklärte der VG-Bürgermeister. Leitungen, die schon 50 Jahre alt seien, könnten auch mal kaputtgehen. Eine Lehre hat die Verbandsgemeinde aus dem Wasserrohrbruch bereits gezogen. „Es wird in Zukunft keine Prüfung der Hydranten durch die Feuerwehren mehr geben, nur noch eine Sichtprüfung“, informierte Olms.

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