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Historisches in frischem Gewand

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Der Oldtimermarkt war eine gute Möglichkeit, um begehrte Ersatzteile zu ergattern.

Hohengrieben. Ja, die Organisatoren hatten doch einige Zweifel, ob aufgrund der Terminänderung auf das 1. Maiwochenende denn genug Besucher kommen würden. Aber die Zweifel waren bereits am Freitagabend beseitigt. Und wer am Sonntag in Hohengrieben dabei war, der kann bestätigen: Hohengriebens Zelttanz und Oldtimerschau sind einfach Höhepunkte in der westlichen Altmark. Tausende waren am gestrigen Sonntag unter den historischen Eichen und begutachteten ebenso historische Automobile und Motorräder. „Es hat alles geklappt“, freute sich Gerhard Schulz stellvertretend für alle Organisatoren.

Schmuckstücke gab es am Wegesrand allerhand zu entdecken. So beispielsweise der IFA F8, der als Sonderanfertigung nur 800mal in der DDR gebaut wurde. „Die meisten gingen in den Export“, erinnerte sich Klaus Reichardt. Vor zehn Jahren hat er einen F8 aufgestöbert, sich sofort in den Wagen verliebt. Aber es musste viel an dem Fahrzeug getan werden: „Da hätte keiner fünf Euro für gegeben“, schmunzelt der Sammler vom Gardelegener Oldtimer-Stammtisch. Heute ist der 1954 gebaute Wagen ein Hingucker, der gemeinsam mit den anderen aufwändig restaurierten und liebevoll gepflegten Wagen für Staunen in Hohengrieben sorgte.

Etwas jünger ist der Simson Star, der 1974 gebaut wurde. Stefan Walter entdeckte das Moped in der heimischen Scheune in Mösenthin. „Die Maschine fährt ohne Probleme“, lobt der junge Mann sein Fortbewegungsmittel. Er nutzt die Simson Star täglich, hält nicht viel von den modernen Motorrädern. „Mit den alten Mopeds ist das ein ganz anderes Fahren“, schwärmt Walter. Eine Faszination, die am gestrigen Sonntag an allen Ecken und Enden zu spüren war.

Doch nicht nur Technik gab es zu sehen. Auch das wahrscheinlich längste Kuchenbuffet der westlichen Altmark konnte bestaunt und aufgegessen werden. Die leckeren Torten wurden von den Frauen aus Hohengrieben gebacken. Außerdem wurde das leckere Kartoffelbier gereicht, welches es tradtionell beim Hohengriebener Zelttanzwochenende gibt. Und Gerald Eggert alias Schere aus Dähre spielte mit seiner Band bekannte Hits aus den Charts und erfüllte os manchen Musikwunsch. Und so war es kein Wunder, dass bei den Besuchern und Organisatoren strahlendende Gesichter die Tagesform bestimmten.

Von Andreas Köhler

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