Erntetechnik im Wandel der Zeiten

„Aust un’ Vergodendeel“ – Diesdorfer Museumsfest

Historische Getreideernte im Diesdorfer Freilichtmuseum
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Traktorfahren will gelernt sein: Sebastian Adam aus Waddekath hat aber auch das Bedienen der betagten Erntemaschinen noch gelernt. Feingefühl und Millimeterarbeit sind dabei auf dem Acker gefragt.
  • VonKai Zuber
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Wenn in der Region noch jemand authentisch vorführen kann, wie Urgroßvater Getreide gemäht, Oma die Garben auf dem Feld gebunden und die Jugend die letzte Garbe abgetanzt hat, dann sind das die Heimat-Interessierten aus Dähre und Umgebung.

Diesdorf – Einmal mehr demonstrierten sie am Sonntag zum Diesdorfer Museumsfest den praktischen Einsatz der Landtechnik im Wandel der Zeiten.

Doch nicht alles lief dieses Mal glatt, und das hatte mit Petrus zu tun. Der ließ es nämlich in der Nacht zum Sonntag regnen, und so war ein Teil der Ernte noch feucht und musste besonders sorgsam behandelt werden.

Torsten Barthel erklärte den Besuchern am Feldrand die historische Technik und die einzelnen Erntevorgänge, während sein Mitstreiter Frank-Jürgen Elfert die Sense zum Einsatz brachte und die Damen der Truppe die Garben banden und in Gruppen aufstellten.

Dann waren die Traktoristen um Sebastian Adam aus Waddekath an der Reihe. Der junge Mann hat das Traktorfahren noch von seinem Onkel Uwe Körner gelernt. Dieser entpuppte sich gestern am Feldrand als wahrer Sensen-Spezialist und erklärte den interessierten Gästen, wie Opa seine alte Heu- oder Getreidesense wieder ordentlich scharf bekam. Fahrten mit dem Ziegengespann, Feldgottesdienst und die traditionelle Vesper am Feldrain rundeten die Darbietungen ab. Dazu gab es musikalische Klassiker mit Osterholzer Antikbrass, Schulstunden und den beliebten Waschtag vor einhundert Jahren.

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