Beetzendorfer Freizeiteinrichtung Thema im Bauausschuss

„Wir müssen keine Werbung fürs Stölpenbad machen“

Eingang vom Stölpenbad in Beetzendorf
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Am Gebäude des Beetzendorfer Stölpenbades könnte ein großes Schild angebracht werden, um auf die Freizeiteinrichtung hinzuweisen. Dieser Vorschlag wurde im Bauausschuss unterbreitet und diskutiert.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Das Beetzendorfer Stölpenbad ist ein weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekanntes und beliebtes Ausflugsziel. Um es noch bekannter und attraktiver zu machen, wurden im jüngsten Bauausschuss des Beetzendorfer Gemeinderates das Aufstellen eines großen Hinweisschildes direkt am Badgebäude und das Anbieten von Caravanstellplätzen diskutiert.

„Am Stölpenbad sollte wieder ein Schild angebracht werden, früher war am Haus mal ein Holzschild“, sagte Ratsherr Jürgen Benecke. Das neue Hinweisschild könne an einem Metallgerüst hinter dem Zaun befestigt werden. Am Sozialtrakt, in dem sich die Duschen und Toiletten des Bades befinden, sei das wegen der Fenster nicht möglich.

Auf dem Schild sollten die Wappen der Gemeinde Beetzendorf und der Gesunden Region Beetzendorf zu finden sein. Die Wappen könne man aber auch auf Fahnen neben der Konstruktion platzieren, schlug Benecke vor.

Darauf erwiderte sein Amtskollege Thorsten Massel: „Ich denke, wir müssen nicht noch Werbung machen für unser Bad.“ Schließlich kämen viele Besucher auch von weiter her. Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe gab Massel recht, meinte aber, falls ein Schild aufgestellt werde, dann mit beiden Wappen. Enrico Lehnemann, der im Stölpenbad als Rettungsschwimmer arbeitet, erklärte: „Ich hatte auch schon die Idee mit dem Hinweisschild und finde sie diskussionswürdig. Ich würde es klasse finden.“

Thorsten Massel hatte eine andere Idee: „Vielleicht können wir auch Caravanstellplätze anbieten, so wie in Dähre.“ Er denke an etwa fünf bis zehn Stellplätze an der Jeetze. Und auch eine Ferienwohnung könne er sich auf dem Freibadgelände vorstellen. „Caravans sind im Kommen“, bestätigte Benecke. Der Bürgermeister sagte zum Vorschlag mit der Ferienwohnung: „Der Schwimmmeister könnte in der Wohnung wohnen, will er aber nicht. Aber man könnte dort die Ausbildung der Rettungsschwimmer machen.“ Köppe wolle den Schwimmmeister mehr an das Bad binden. „Wir müssen davon abkommen, uns mit den Bädern in Dähre, Diesdorf oder Apenburg zu vergleichen“, betonte Köppe.

2022 feiert das Stölpenbad das 90-jährige Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum soll als neue Attraktion eine Breitwellenrutsche aus Edelstahl eingeweiht werden (AZ berichtete). Dafür waren bereits 120.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. Das Projekt soll ohne Fördermittel umgesetzt werden.

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