Einwohnerin beklagt im Gemeinderat Zustand der Trauerhalle

Hilmsen: „Sieht aus wie ein Saustall“

+
Den Zustand der Trauerhalle auf dem Friedhof in Hilmsen beklagte die Einwohnerin Sandra Felgendreher während der jüngsten Sitzung des Wallstawer Gemeinderates.

Umfelde / Wallstawe – Die Trauerhalle auf dem Friedhof in Hilmsen hat sicherlich schon bessere Tage erlebt.

„Wenn man die Tür aufmacht, sieht man überall nur Dreck“, beklagte die Einwohnerin Sandra Felgendreher den Zustand der Grabkapelle während der jüngsten Sitzung des Wallstawer Gemeinderates am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Umfelde.

Sie sei bereits vor zwei Jahren wegen der Trauerhalle im Gemeinderat gewesen. Dort sei ihr gesagt worden, die Halle werde ausgefegt. Aber seitdem habe sich am Zustand der Trauerhalle nichts geändert. Um dies deutlich zu machen, legte Sandra Felgendreher den Gemeinderäten Fotos vom Inneren der Kapelle vor, die sie am Montag gemacht habe. „Ich will dort nicht beerdigt werden. Das sieht aus wie ein Saustall“, empörte sich die Frau aus Hilmsen.

Dreck und Unrat auf Boden und an Wänden

Auf den Bildern waren Dreck und Unrat auf dem Boden und an den Wänden zu sehen. Auch Wasser oder Spuren anderer Flüssigkeiten. An den Wänden laufe „eine braune Suppe“ runter, vermutet wurde der Urin von Mardern.

Bürgermeister Frank Wulff und die Gemeinderäte versprachen, kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Eine Renovierung sei angeschoben worden. „Der Zustand wird ein anderer werden. Geplant ist die malermäßige Instandsetzung. Dafür wird ein Angebot eingeholt“, erklärte der Bürgermeister. Wenn bei den Arbeiten festgestellt werde, dass noch mehr zu erledigen sei, als nur zu malern, „machen wir das auch“. Und auch neue Stühle könnte die Trauerhalle bekommen. Wenn welche nötig seien, könne dies noch in den Haushalt mit aufgenommen werden, so der Gemeindevorsteher.

Hoffnung, dass es nicht noch zwei Jahre dauert

Sandra Felgendreher sagte, bevor sie die Gemeinderatssitzung verließ, sie hoffe, es dauere nicht noch mal zwei Jahre, bis sich die Trauerhalle in Hilmsen wieder in einem ordentlichen Zustand befinde.

Dass dem Wallstawer Gemeinderat das Thema Trauerhallen durchaus wichtig ist, zeigt sich an der Haushaltsplanung für 2020. Dort sind nämlich insgesamt 24 000 Euro für die Unterhaltung der Trauerhallen und Friedhöfe vorgesehen, wie Katrin Seidel, Kämmerin der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf, bestätigte. Die Summe sei in den Ergebnishaushalt eingestellt worden, da es sich um eine Instandhaltung beziehungsweise Renovierung handele und nicht um eine Investition.

Das Geld werde wahrscheinlich für die Umzäunung und die Vordachkonstruktion der Trauerhalle in Umfelde verwendet, so Katrin Seidel.

VON CHRISTIAN REUTER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare