Treffpunkt ist eine wilde Randale-Müllhalde / Gelbe Karte von der Gemeinde

So haust die Jugend im Lüdelsener Klub

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Der Lüdelsener Jugendklub innen: Wer sich als Pfandflaschensammler die Rente aufbessern muss, den erwartet dort eine wahre Goldgrube. Aber die Jugend hält es nicht für nötig, aufzuräumen.

Lüdelsen / Jübar – Die verwahrlosten Räume, die Jübars Vize-Bürgermeister Lutz Peters im Refugium am Osterfeuerplatz zeigt, sprechen eine deutliche Sprache: „So haust die Jugend im Lüdelsener Klub“, sagt Peters der AZ.

Der Treffpunkt ist eine wilde Randale-Müllhalde. Unzählige leere Flaschen Alkohol türmen sich zu einem Haufen, die Tür zum Klub ist aufgebrochen worden, viele Einrichtungsgegenstände sind beschädigt. In der kleinen Hausbar türmen sich ausgetrunkene Schnapsflaschen. Heile sind lediglich der Fernseher, einige DVD und Teile der Polster-Sitzecke.

Die Terrasse: Dort stapelt sich jeder erdenkliche Müll. Räumt zu Hause etwa Mutti immer alles weg?

„Das alles sollten mal die Eltern der Jugendlichen sehen, die hier regelmäßig herkommen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“, so Peters, der immerhin keine Ortsfremden als Randale-Verursacher vermutet. „Das muss Jugend aus unserer Gemeinde sein“, heißt es. Schlägt er einen härteren Ton gegenüber den Jugendlichen an, erntet er Unverständnis – auch bei den Eltern. Niemand räumt den Müll weg, der sich im Klub und auf der Terrasse türmt. Dabei ist ein Glascontainer in der Nähe.

Nun gibt es die Gelbe Karte von der Gemeinde: „Das alles macht mich nachdenklich: Die Jugend muss begreifen, dass es ihr Klub ist, den sie aufs Spiel setzt“, sagt Ortschef Carsten Borchert. Vor Jahren musste wegen ähnlicher Vorfälle der Jübarer Klub dichtmachen. Fazit: Die Eltern müssen ins Boot, und es muss einen Verantwortlichen geben.

VON KAI ZUBER

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