Haushalt der Gemeinde Dähre beschlossen

Ins Waldbad wird weiter investiert

Sportlerheim des Dährer Sportvereins am Waldbad, neben dem Campingplatz
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Das Sportlerheim des SV Schwarz-Weiß Dähre 1919 am Waldbad wird derzeit saniert. Die Duschen und Toiletten in dem Gebäude werden auch von den Gästen des Campingplatzes genutzt.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Die Gemeinde Dähre investiert in diesem Jahr vor allem weiter ins Waldbad, in die Straßenbeleuchtung und den ländlichen Wegebau. Insgesamt sollen 128.500 Euro ausgegeben werden, beschloss der Gemeinderat während der jüngsten Sitzung am Montag im Dorfgemeinschaftshaus in Bonese. Der Haushalt für 2021 wurde mit einer Enthaltung vom Rat verabschiedet.

Das Waldbad ist ein über die Grenzen der Gemeinde hinaus sehr beliebtes Ausflugsziel. Die Dährer wissen, was sie an ihrem Bad haben. Deshalb steht die Einrichtung in diesem Jahr bei der Höhe der Investitionen wieder ganz oben. 45.000 Euro sollen in eine neue Wohnmobilstellfläche fließen. Weitere 10.000 Euro wurden für die Sanitäranlagen des Waldbades noch zusätzlich in den Haushalt aufgenommen, auf Antrag von Bürgermeister Bernd Hane, „um Unwägbarkeiten vorzubeugen“.

Bereits seit dem vergangenen Jahr wird das Sportlerheim des SV Schwarz-Weiß Dähre 1919 saniert, das sich direkt am Waldbad befindet und auch von den Gästen des Campingplatzes genutzt wird. Die Duschen und Toiletten in dem Gebäude werden modernisiert, knapp 24.000 Euro erhielt der Sportverein dafür an Fördermitteln vom Land Sachsen-Anhalt.

Doch nicht nur die sanitären Anlagen im Sportlerheim sind marode, auch das Dach muss saniert werden. Der Auftrag dafür sei bereits vergeben worden, teilte Bernd Hane im Gemeinderat mit.

„Der Sportverein kümmert sich um die Sanitäranlagen und wir um das Dach“, sagte er. Dafür werden laut Hane die 25.000 Euro verwendet, die schon im Haushalt 2020 eingeplant und für eine Wärmepumpenheizung im Waldbad vorgesehen waren.

Der Bürgermeister beschrieb den Zustand des Sportlerheimes als schlecht: „Die Wasserleitung war verfault, die Elektroinstallation 45 Jahre alt. Die übersteht die nächste Revision nicht, sagte der Elektriker.“

Auch im Ergebnisplan findet sich das Waldbad wieder. Für Chemikalien und Wasseruntersuchungen sind 7.600 Euro eingeplant. Für sonstige Dienstleistungen 13.200 Euro, dahinter verbergen sich die Personalkosten. 6.000 Euro erhalte die Dährer Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für den Wachvertrag, also 1.500 Euro pro Monat, erklärte Bernd Hane. „Dadurch spart die Gemeinde etwas Geld.“ Denn bisher seien für drei geringfügig Beschäftigte 1.800 Euro pro Monat gezahlt worden. Ratsfrau Kirsten Boohs wollte es ganz genau wissen und hakte nach, warum denn insgesamt 13.200 Euro an Personalaufwendungen fürs Waldbad anfallen.

„Weil Herr Hane noch beschäftigt wird“, antwortete Bernd Hane. Und weiter: „Ich habe dafür ein Gewerbe angemeldet. Die Kommunalaufsicht hat den Vertrag geprüft, ich mache das für weniger Geld als vorher.“ Und ein Ratsherr pflichtete ihm bei: „Das wurde vom Rat ordentlich beschlossen.“

Zurück zum Finanzhaushalt. Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Lampen sind 20.000 Euro eingeplant, für den Forstwaldweg in Richtung Diesdorf 50.000 Euro. Bei letztgenanntem Vorhaben fließen auch 30.000 Euro an Fördermiteln.

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