Marschweg-Brücke in Beetzendorf wird 2012 endgültig saniert

Hartnäckigkeit zahlt sich aus

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Seit dem vergangenen Jahr ist die Brücke am Marschweg in Beetzendorf endgültig für Fahrzeuge gesperrt, weil sich die Kraftfahrer vorher nicht an das Verbotsschild hielten. Im Frühjahr soll der Ersatzneubau beginnen.

Beetzendorf. Sie beschäftigt die Mitglieder des Beetzendorfer Gemeinderates seit Jahren: Die marode Brücke über den Marschweg.

Als innerörtliche Umleitungsstrecke hat sie sich während Baumaßnahmen an der Durchgangsstraße bewährt, durch die Belastung in diesen Jahren aber auch über Gebühr gelitten.

Da die Brücke sowieso nicht sehr stabil war, musste nach der Tonnagebegrenzung im August 2009 eine weitere Beschränkung eingerichtet werden: Die marode Brücke wurde von der Gemeinde für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Nur noch Fußgänger und Radfahrer konnten seitdem auf dem Marschweg bis zum Apenburger Hof und in den Park II gelangen.

Vor Jahren hatte sich die Gemeinde bereits um den Ausbau der Brücke bemüht. Doch eine Bewilligung im Rahmen der Dorferneuerung blieb aus. Nach der Sperrung wurde das Anliegen dringlicher. Die Gemeinde blieb hartnäckig und diese Hartnäckigkeit zahlte sich nun aus: „Das Warten auf die Fördermittel hat sich gelohnt“, schätzte der Beetzendorfer Bürgermeister Heinrich Schmauch gestern im AZ-Gespräch ein. Im Oktober hatte die Gemeinde den Bewilligungsbescheid für die Brückensanierung erhalten und alle Vorbereitungen getroffen. „Wir wissen, wie das neue Bauwerk aussehen soll“, erläuterte der Bürgermeister. Auch die notwendigen Absprachen mit dem Umweltamt über die Auflagen in Sachen Umwelt- und Naturschutz sind erfolgt. „Nun können wir in die Ausschreibung gehen“, kündigte Heinrich Schmauch an. Am Jahresanfang soll dies geschehen. Sobald der Kostenrahmen geprüft ist, kann nach der Submission mit dem Bau begonnen werden. Die Gemeinde hofft durch eine frühe Ausschreibung auf günstige Preise für den Bau. Bereits im Haushalt 2011 war das Geld für den Bau eingeplant, so dass nicht erst ein neuer Etat abgewartet werden muss. 260 000 Euro hat die Kommune für den Bau in ihren Haushalt eingestellt, eine Förderung etwa 120 000 Euro durch das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) ist zugesichert.

Die Marschweg-Brücke steht bei den Vorhaben der Gemeinde Beetzendorf ganz oben auf der Liste. Gleich daneben rangieren der Umbau des Stölpenbades sowie der Um- und Neubau des VG-Gebäudes. Viel Geld bleibt dann nicht mehr übrig, um weitere größere Projekte in Angriff zu nehmen. „Trotzdem wird jeder zu seinem Recht kommen“, betonte Heinrich Schmauch. Im Januar wird er sich mit den Interessenvertretern aus den Ortsteilen zusammensetzen, um auszuloten, welche Wünsche dort auf der Liste stehen. „Es wird keiner vergessen und es gibt immer noch ein Polster im Haushalt, damit auch Unvorhergesehenes erledigt werden kann“, betonte der Beetzendorfer Bürgermeister gestern weiter.

Von Monika Schmidt

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