Hartmut Bock aus Jübar betreut sein Bienenvolk noch auf traditionelle Art

Der letzte Korbimker

Bienen im Bienenkorb im Garten von Hartmut Bock in Jübar
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Die Bienen im Bienenkorb von Hartmut Bock in Jübar fühlen sich wohl. Der traditionell aus Stroh geflochtene Korb steht heute im Garten des pensionierten Lehrers.
  • VonKai Zuber
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Korbimkerei, so wie sie früher noch in den Heidegebieten praktiziert wurde, ist heute sehr selten geworden. Der pensionierte Lehrer, Hobby-Archäologe und Heimatforscher Hartmut Bock aus Jübar betreut im Garten sein Bienenvolk noch auf traditionelle Art.

Bock ist damit einer der letzten Korbimker der Region. Historisch gesehen waren die Bienenkörbe aus geflochtenem Stroh und Weiden die ersten Formen von Behältnissen außerhalb der ausgehöhlten Baumstämme. Durch die Körbe wurde es möglich, mit Bienen zu einzelnen Trachten zu wandern.

Hartmut Bock aus Jübar ist einer der letzten Korbimker der Region.

Bienenkörbe üben bis heute eine starke Faszination aus. Sie sind zugleich ein klassisches Symbol für die Imkerei. Nicht umsonst hatte die Sparkasse von 1822 in Frankfurt den Bienenkorb zum hauseigenen Logo gemacht und ihre Verwaltung im Haus zum Bienenkorb etabliert.

Heute sind die traditionellen Körbe weitgehend verschwunden. In der Heideimkerei sind sie allerdings nach wie vor stark vertreten. Im Norden Deutschlands mit seinen weitläufigen Heidegebieten hatte sich die Korbimkerei in den vergangenen drei Jahrhunderten stark etabliert.

Dabei wurden Bienenvölker in Ruten- oder Strohkörben, sogenannten Stülpern, gehalten, die in Bienenzäunen aufgestellt waren. In der Lüneburger Heide mit ihren ausgedehnten Heideflächen gab es schon im 16. Jahrhundert eine berufsmäßige Imkerei, deren Zentrum Celle in der Südheide war. Hier entwickelte sich auch die Heideimkerei. Ihr typisches Kennzeichen ist die Vermehrung der Bienenvölker durch Bienenschwärme.

Hartmut Bock hatte die Imkerei schon als Jugendlicher von seinem Großvater gelernt: Alfred Bock war ebenfalls Lehrer, unter anderem in Hanum. Er lebte von 1881 bis 1975 und siedelte später von Hanum nach Jübar über, wohin er dann auch sein selbst gebautes Bienenhaus mitnahm.

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