Grundschule Diesdorf soll Kleinsportplatz erhalten

„Wir wollen keine Olympiaanlage“

Grundschule in Diesdorf
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An der Grundschule in Diesdorf soll eine Leichtathletikanlage mit 50-Meter-Bahn und Weitsprunggrube entstehen. Die Schulleiterin Doritt Bock bittet die Gemeinde dafür um eine finanzielle Unterstützung.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Die Mädchen und Jungen der Diesdorfer Grundschule haben keine optimalen Bedingungen für den Schulsport. Deshalb sollen auf dem Schulgelände eine Laufbahn und eine Weitsprunggrube entstehen. Dafür setzt sich die Schulleiterin Doritt Bock ein.

„Ich beantrage eine finanzielle Unterstützung der Gemeinde für eine Kleinsportanlage“, sagte sie in der Einwohnerfragestunde während der jüngsten Ratssitzung in Diesdorf am Dienstag, 23. März. Und weiter: „Es wäre effektiv und sinnvoll, an der Schule eine 50-Meter-Laufbahn und eine Weitsprunggrube zu haben.“ Denn bisher müssten die Kinder etwa 1,2 Kilometer bis zum Sportplatz gehen, um den Sprint oder den Weitsprung zu trainieren. Und das hin und zurück, also insgesamt sogar 2,4 Kilometer.

„Ich denke doch, dass die Schule ein Aushängeschild ist für den Ort und zum Ort gehört“, warb die Schulleiterin um die Mitwirkung der Gemeinde. Sie verwies auch darauf, dass die Fläche, auf der die Sportanlage entstehen soll, der Schulgarten, der Gemeinde gehöre. Und andere Kommunen würden ihre Einrichtungen wie Schulen auch finanziell unterstützen. Zudem sei der Antrag vom Rat der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf bereits abgelehnt worden.

Unklar sei noch, was eine solche Kleinsportanlage kosten würde. „Die Befürworter sprechen von 20.000 Euro, ich habe aber auch schon von 100.000 Euro gehört, was wohl eine Luxus-Ausstattung mit Tartanbahn wäre.“ Es gehe aber nur um eine 50-Meter-Bahn und eine „Kiste mit Sand drin“. „Wir wollen doch keine Olympiaanlage“, betonte Bock. Natürlich müssten die Anforderungen an den Unfall- und Versicherungsschutz erfüllt werden.

Diesdorfs Vize-Bürgermeisterin Angelika Scholz hakte nach: „Will die Schule die ganze Summe von der Gemeinde haben?“ Bock: „Nein, aber wenigstens einen Teil.“ Ratsherr und Bauausschussvorsitzender Daniel Rieck merkte an, dass zwischen 20.000 und 100.000 Euro „natürlich ein gewaltiger Unterschied“ bestehe. Daher müsse man noch mal genauer berechnen lassen, wie viel Geld denn tatsächlich benötigt werde. Angelika Scholz schlug vor, über das Thema in beiden Ausschüssen zu beraten. Denn es seien noch viele Fragen offen. „Wir sollten über eine Unterstützung nachdenken, aber dabei Aufwand und Nutzen berücksichtigen“, so Scholz. Bürgermeister Fritz Kloß empfahl dem Rat, noch mal mit der VG zu sprechen. Das Projekt einer Kleinsportanlage sei „nichts Neues, Ideen dafür waren immer schon da“.

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