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Grundschüler besuchen landwirtschaftliche Versuchsstation in Beetzendorf

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Von: Christian Reuter

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Grundschüler aus Beetzendorf (im Bild) und aus Jübar informierten sich in der Versuchsstation Beetzendorf, wie unsere Nahrungsmittel hergestellt werden. © Privat

Wie kam die Kartoffel nach Deutschland? Wie werden unsere Nahrungsmittel produziert? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten Grundschüler aus Jübar und Beetzendorf bei ihrem kürzlichen Besuch der Versuchsstation Beetzendorf. 

Beetzendorf. „Da in der Versuchsstation viele verschiedene Kulturen, wie zum Beispiel Raps, Getreide, Silomais, Leguminosen und Kartoffeln angebaut werden und dies auch mit vielen verschiedenen Sorten, schien das die beste Gelegenheit zu sein, den jungen Grundschülern praxisnahes Wissen über die heimischen Nahrungsmittel beizubringen“, berichtete der Stationsleiter Christian Rettschlag in einer Pressemitteilung.

Die Schüler der 3. Klasse lernten, dass die Kartoffel ihren Ursprung in Südamerika hat, über Seefahrer ihren Weg nach Deutschland fand und durch den „Alten Fritz“ bei uns eingeführt wurde. Beim Kartoffeldruck konnten die Mädchen und Jungen verschiedene Kartoffelsorten und -formen ausprobieren. Im Anschluss wurden Pellkartoffeln gegessen. „Alle Beteiligten waren mit großer Begeisterung dabei, und ein weiteres Projekt ist bereits im Juli geplant, dann zum Thema Getreideernte“, informierte Rettschlag.

Das Projekt wurde zusammen mit den Schulleiterinnen Adina Borchert (Jübar) und Christin Kersten (Beetzendorf), Dr. Jana Fritzsch von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) sowie dem Beetzendorfer LLG-Stationsleiter Christian Rettschlag ins Leben gerufen. Unterstützung leisteten dabei die örtliche Jagdgenossenschaft und der Rotary-Club Salzwedel.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) ist Fachbehörde und Kompetenzzentrum. Ihre Mitarbeiter beantworten auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse Fragen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und der interessierten Bevölkerung.

Das Rückgrat der Arbeit der LLG ist das Feldversuchswesen mit den vier Standbeinen: Landessortenversuche und Wertprüfungen, anbautechnische Versuche, Pflanzenschutzversuche und ökologische Versuche.

Die Versuche werden an den Standorten Beetzendorf, Bernburg, Gadegast, Hayn, Iden und Walbeck durchgeführt, erklärte Christian Rettschlag.

Die Versuchsstation Beetzendorf ist die jüngste Versuchsstation der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau. Sie wurde 1992 gegründet. Im Jahr 1993 kaufte das Land Sachsen-Anhalt die Hofstelle und die Versuchsflächen und baute in den Folgejahren eine moderne Versuchsbasis auf. Zurzeit werden jährlich auf einer rund acht Hektar großen Fläche Feldversuche angelegt.

Nach jedem Versuchsjahr folgen zwei Ausgleichsjahre, damit für den nächsten Versuchszyklus eine Fläche ohne Einflüsse des Vorversuches genutzt werden kann.

Aktuelle Fragestellungen sind nach Aussage des Stationsleiters Christian Rettschlag: standortangepasste Sortenwahl; Pflanzengesundheit und Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln; Stickstoff-Effizienz und Reduzierung der Stickstoff-Düngung zur Umsetzung der Düngeverordnung; Anpassungsstrategien an sich ändernde Umweltbedingungen.

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