Historische Burg Apenburg wird von Bäumen und Wurzeln bedrängt

Grünwuchs im Gemäuer

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Am alten Gemäuer der Burg Apenburg nagt nicht nur der Zahn der Zeit, sondern auch das Wurzelwerk der angrenzenden Bäume. Nun soll die Vegetation etwas gestutzt werden.

zu Apenburg. Die Freunde der Burg Apenburg machen sich Sorgen um die schwieriger werdende Erhaltung des historischen Gemäuers. Darüber informierte Peter Kintzel den Rat des Fleckens Apenburg-Winterfeld.

Denn: Die laufende Instandhaltung beschränkt sich nicht nur auf das Entfernen von Unkraut auf den Mauern und das Eindämmen des Efeu-Wuchses zwischen den Fugen. Längst beschäftigen die Apenburger ganz andere Problem-Dimensionen: Über die Jahre haben sich Risse in den Mauern gebildet. „Die schräg stehenden Bäume müssen entfernt, andere gestutzt werden“, erklärte Kintzel dem Rat. Naturschützer forderten dagegen, dass die störenden Bäume nicht so drastisch entfernt werden.

Einige Burgfreunde machen sich jedoch Sorgen um die Sprengkraft ihrer immer stärker werdenden Wurzeln. Sie machen dem historischen Gemäuer an nicht wenigen Stellen zu schaffen. Auch die Feuchtigkeit ist ein Problem. Hintergrund hier: In einigen Bereichen des Turmes sackte Regenwasser ins Mauerwerk. Im Winter kam so auch der Frost in die Mauern und verursacht weitere Schäden, die Risse werden größer. „Das Oberflächenwasser aus dem Turm musste gesammelt und besser abgeleitet werden. Dieses Problem haben wir aber jetzt durch weitere Abdichtungen soweit in den Griff bekommen“, schilderte Kintzel. Das anfallende Regenwasser wird über Wasserspeier abgeleitet.

Kurze Burg-Historie

Um 1000: Bau der ersten Burg durch das Adelsgeschlecht derer von Apenborch (zweite Burg 1363).
1351: Familie von der Schulenburg bekommt per Lehen Burg und Ort von Markgraf Ludwig zugebilligt. Befestigung mit Gräben, Wällen und zwei Toranlagen.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel die Burganlage. Nur der Bergfried, das Tor und einige Umfassungsmauern blieben erhalten.

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