Solarpark: Miete spült 70 000 Euro in die Gemeindekasse / Novatech will höhere Einspeisevergütung noch abschöpfen

Grünes Licht für grüne Energie in Apenburg

Peter Warlich (l.) bedankte sich im Namen des Apenburg-Winterfelder Gemeinderates und von Bürgermeister Harald Josten bei Ninett Schneider für ihr Engagement beim Solarpark-Projekt. Foto: Zuber

kzu Winterfeld / Apenburg. Der Flecken Apenburg-Winterfeld hat einen Pachtvertrag mit der Solarfirma Novatech GmbH in Wolpertshausen abgeschlossen. Die Firma aus Baden-Württemberg wird im Apenburger Gewerbegebiet einen Solarpark errichten.

Als Pauschalbetrag für die Miete sind für die Dauer der Vertragslaufzeit 70 000 Euro vereinbart worden. Hierfür wird eine Leistung von 900 kWp (Kilowattpeak) zu Grunde gelegt.

Das Zustandekommen des Vertrages kann die Kommune ohne Frage als Erfolg verbuchen. Weil Ratsfrau Ninett Schneider einen ganz besonderen Anteil daran hatte, überreichte ihr Peter Warlich einen Blumenstrauß: „Wir wissen es zu schätzen, wenn sich eine Winterfelderin derart für ein Projekt in Apenburg engagiert“, sagte Warlich im Rat.

Laut Bürgermeister Harald Josten will Novatech den Bau des Solarparkes in den nächsten Wochen schnell realisieren. Die Vorarbeiten dazu seien bereits erfolgt, hieß es. „Das Unternehmen will offenbar noch die für dieses Jahr geltene höhere Einspeisevergütung abschöpfen“, so Josten. Mit dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) stehen ab 2012 Kürzungen ins Haus. Der Bürgermeister wird sich, wenn alles wie geplant klappt, in den nächsten Tagen über den warmen Geldregen in Höhe von 70 000 Euro für die finanziell gebeutelte Gemeinde freuen können.

Auch bei der Festsetzung des Einspeisepunktes seitens der Eon-Avacon gibt es offenbar eine positive Entwicklung: „Durch den beabsichtigten Leitungsausbau könnte dieser Punkt noch rund 100 Meter näher an die Anlage rücken“, prognostizierte Harald Josten. Im Vorfeld gab es einen heftigen Poker um diesen Einspeisepunkt (wir berichteten).

Das Nutzungsrecht für die Solaranlage bezieht sich zunächst auf eine Teilfläche des Flurstücks 154, Flur 2 in der Gemarkung Apenburg. Gemäß Lageplan sind das rund 1,9 Hektar Land. Laut Harald Josten wurde mit der Novatech ein Vorpachtrecht auf die Restflächen vereinbart, falls die Anlage vergrößert werden soll. Die Absicherung des Rückbaus der Anlage nach der Nutzung erfolgt durch die Genehmigungsbehörde. Hier gilt eine Bürgschaft.

Die Novatech GmbH verfügt nach eigenen Angaben über 18 Jahre Erfahrung im Bereich Fotovoltaik. Über 2 000 Fotovoltaik-Anlagen mit mehr als 50 000 kW (Peak) wurden in verschiedenen Projekten durch Novatech realisiert.

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