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„Grünes Klassenzimmer“: Neues Projekt am Apenburger Naturlehrpfad

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Von: Kai Zuber

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Menschen im Wald
Rosemarie und Andreas Schwieger neben dem neuen Projekt. Die Schautafel zeigt die 13 heimischen Eulenarten in Originalgröße. Die Jagdgenossenschaft Apenburg unterstützte die Initiative. © Kai Zuber

Der Apenburger Naturlehrpfad im Park ist seit Kurzem um eine Attraktion reicher. „Die 13 Eulenarten Europas in Originalgröße“ ist eine weitere dort aufgestellte Schautafel. Finanziert ist dies von der Jagdgenossenschaft Apenburg mit Geldern von Wald-Splitterflächenbesitzern und deren angesammelten, aber nicht abgeholten Mini-Jagdpachtbeträgen. Das aber reichte in diesem Fall nicht, da das Schild 2,60 mal 0,6 Meter misst, denn alle 13 darauf abgebildeten Eulenarten brauchten entsprechenden Platz. So gab als Initiator der Apenburger Andreas Schwieger zu den bereitgestellten 300 Euro noch 100 Euro dazu und baute auf seine Kosten auch das Drumherum.

Apenburg. Wie aber kommt man auf so eine Idee? Das beantwortet Andreas Schwieger so: „Als wir vor einigen Wochen den Wildpark Weißewarte bei Tangerhütte besuchten, sahen wir auch viele dort aufgestellte Schautafeln und das mit den Eulen stach hervor. Aus den Erfahrungen der zwei im Park bereits vorhandenen Tafeln wusste ich um deren informellen Wert. Wanderer, ganze Schulklassen samt Lehrerin und natürlich die Knirpse der Kita Märchenburg, standen schon davor und erfuhren Wissenswertes aus der Natur, die in Apenburg ja gleich an der Haustür beginnt.“

Manches darauf Abgebildete ist aber in Wirklichkeit nicht gleich sichtbar und erst recht nicht die Eulen – die sind nämlich Nachtjäger und verstecken sich am Tage. So war es logisch, dass in Apenburg die Eulen Favoriten waren, denn mit entschieden hat auch Andreas Schwiegers Ehefrau Rosemarie. Uhu, Waldkauz und Schleiereule sind heimische Vögel und die Schleiereule brütet in so manchem Apenburger Gemäuer. „Mensch und Natur zusammen bringen, ist das Ziel dieses Lehrpfades, der je nach Zuspruch sich auch in den nächsten Jahren noch erweitern kann“, so Andreas Schwieger.

Mark Pietscher, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Apenburg, unterstützte das Projekt und half beim Aufstellen der Tafel tatkräftig mit. „Mit dem Schild erhoffe ich mir auch Anschlussinitiativen zum Bau von Nisthilfen an den Waldrändern, da Eulen gewisse „Startrampen“ brauchen.

So freut es auch die Landwirte, denn die Hauptnahrung der Eulen sind Mäuse und diese Nager können sich innerhalb eines Jahres explosionsartig vermehren und so für große Schäden auf den Feldern sorgen“, meint der Initiator.

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