Gemeinderat Kuhfelde lehnt Beitritt zum geplanten Tourismuszweckverband ab

Großsteingräber, Radwege: „Das berührt uns nicht“

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In der nordwestlichen Altmark befinden sich zahlreiche Großsteingräber, auch in Wötz (im Bild), das zur Gemeinde Kuhfelde gehört.

Kuhfelde. Der Tourismusverband Altmark hatte wegen rechtlicher und wirtschaftlicher Schwierigkeiten Insolvenz anmelden müssen, inzwischen ist er aufgelöst worden.

„Jetzt ist man auf den Dreh gekommen, einen Zweckverband zu gründen und einen Förderverein“, sagte Günther Serien, kommissarischer Bürgermeister der Gemeinde Kuhfelde, während der Ratssitzung am Dienstagabend.

Ganz konkret stand auf der Tagesordnung der Beschluss über die Gründung und den Beitritt zum neuen kommunalen Zweckverband „Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband“. Günther Serien konnte dazu einige Fakten liefern. Je tausend Einwohner habe eine Gemeinde eine Stimme im neuen Verband. „Wir hätten dann also nur eine Stimme. “ Zur Finanzierung soll der zu gründende Tourismusverband 150.000 Euro von beiden altmärkischen Landkreisen erhalten. Zudem müsse jede Kommune einen Beitrag von 53 Cent je Einwohner zahlen. „Wir müssen entscheiden, ob der Beitritt für uns Sinn macht oder nicht“, erklärte Günther Serien. Der neue Verband werde mit touristischen Angeboten wie zum Beispiel der Großsteingräbertour und dem Radwegenetz werben. „Das berührt uns aber nicht.“

Für Heiterkeit unter den Anwesenden sorgte der Vorschlag eines Ratsmitgliedes, wie man den Beitritt zum Tourismuszweckverband auch noch finanzieren könnte: „In Arendsee wird eine Kurtaxe erhoben, dann müsste eine solche Gebühr in der ganzen Altmark eingenommen werden.“ So war es dann auch keine große Überraschung mehr, dass der Kuhfelder Gemeinderat den Beitritt zum Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband einstimmig ablehnte.

Von Christian Reuter

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