Sanieren der Straße Wiewohl-Holzhausen in jeder Variante teurer als gedacht

Zu großer Happen für Dähre

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Welche landwirtschaftlichen Wege sollen in den nächsten Jahren ausgebaut werden? Ratsherr Torsten Barthel schaut sich die Karte dazu an. Am Ende der Sitzung einigte sich der Dährer Rat auf den Weg von Eickhorst nach Rustenbeck.

Dähre. Die Sanierung der Straße Wiewohl-Holzhausen, die der Altmarkkreis nach der Wende zur Gemeindestraße heruntergestuft hat, erweist sich nun als Finanzloch erster Güte für die Gemeinde Dähre.

Wie Bürgermeister Bernd Hane während der Ratssitzung am Montagabend im Gemeindebüro informierte, liegen für die 1,2 Kilometer lange Straße nun die Kostenschätzungen vor. So wurden der grundhafte Ausbau mit 778.000 Euro und der Hochaufbau mit 270.000 Euro beziffert. Selbst der kostengünstigere Hochaufbau (vier Zentimeter Asphalt; acht bis zehn Zentimeter Unterbau) sprengt den finanziellen Rahmen.

Die Gemeinde hatte in diesem Jahr für die Sanierung dieser Straße 90.000 Euro in den Haushalt eingestellt, mit der Hoffnung, dass diese Summe ausreicht. Der Rat diskutierte verschiedene Varianten, vom Vergießen der offenen Rinnen bis hin zur Sanierung eines Teilabschnittes, kam aber zu keinem klaren Votum.

Die Ratsmitglieder bezeichneten es als „Unding“, dass sich der Kreis vor Jahren aus der Verantwortung gezogen habe. Schlussendlich wurde in Dähre vereinbart, dass der Bürgermeister zusammen mit dem Bauamt der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf nochmal alle Möglichkeiten erörtert, wie diese Straßen möglichst schnell saniert werden kann. Dabei sollen auch alle Fördermöglichkeiten ausgelotet werden. Zusätzlich soll es einen Vor-Ort-Termin geben. Auf alle Fälle bleiben die 90.000 Euro im Haushalt verankert und sollen angespart werden, falls die Straße 2018 nicht saniert werden kann.

In Sachen Aufstellung einer Prioritätenliste für den ländlichen Wegebau, der derzeit noch mit rund 60 Prozent gefördert wird, einigten sich die Ratsmitglieder zunächst auf nur einen Weg, der auf Listenplatz eins gesetzt wurde – der Weg von Holzhausen in Richtung Eickhorst bis nach Rustenbeck. Welche anderen Wege noch auf die Prioritätenliste kommen, soll auf einer der kommenden Sitzungen diskutiert werden. Zuvor will der Bürgermeister mit einigen Ratsmitgliedern die Wege noch einmal abfahren, um sich ein Bild zu machen.

Von Rüdiger Lange

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