Keller durch Wasser und Sand unterspült

Große Schäden in Lüdelsen

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Vom Maisfeld kamen Sand und Wasser: Wie ein riesiger Trichter wirkt das. Lutz Peters (l.) war vor Ort.

Lüdelsen – Von einem Maisfeld mit Hanglage oberhalb des Mehmker Weges im Jübarer Ortsteil Lüdelsen wurde durch sintflutartigen Regen auch der lose Sand mitgespült.

Das Wasser bahnte sich seinen Weg und richtete größere Schäden bei einigen Anliegern unterhalb des trichterförmigen Ackerstückes an.

„Gemeint ist die Regenflut in der Nacht vom 11. auf den 12. Juni. Gegen 1 Uhr morgens war hier Land unter“, beschreibt Anlieger Mario Peters. Er wohnt am Mehmker Weg und hatte gleich mehrere Kellerräume voller Wasser.

„Das Schlimmste war aber der Schlamm“, beschrieb er der AZ am Sonnabend vor Ort immer noch aufgewühlt. Mario Peters hat alle Schäden mit Fotos dokumentiert. „So etwas hat es hier in Lüdelsen noch nicht gegeben, obwohl 2016 auch ein Hochwasser im Ort herrschte“, so der Betroffene. Das Problem: Viele Dörfler haben nicht mehr die nach der Wende übertragene Elementar-Versicherung aus DDR-Zeiten, welche für solche und ähnliche Schäden aufkommt.

Bestandsaufnahme: Eine Mauer wurde unterspült.

Noch schlimmer als Mario Peters ist es Familie Ludwig aus Lüdelsen an der Dorfstraße ergangen. Die Wasser-Schlamm-Flut hat nicht nur drei ihrer Kellerräume getroffen. Sie hat auch eine Hausmauer sowie die Eingangstreppe gefährlich unterspült und Schäden verursacht. Mit vor Ort bei der Begutachtung der Schäden war am Sonnabendvormittag Jübars stellvertretender Bürgermeister Lutz Peters. Sein Fazit: Alle Betroffenen müssen an einen Tisch, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Denkbar sei der Bau eines kleinen Dammes, eines Regenrückhaltebeckens sowie verschiedener Rinnen mit Drainagewirkung. „Die Kommune würde sich da sicher beteiligen, und vieles könnten wir auch preiswert in Eigenleistung machen“, so der Vize-Bürgermeister aus Lüdelsen. Man müsse aber zunächst alles bereden. zu

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