Große Kommunikationsprobleme der Feuerwehren mit der Leitstelle Altmark

Es „rauscht“ in der Leitung

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Bei diesem Heuballenbrand bei Dolsleben vermissten die Einsatzkräfte jüngst den Einsatzleitwagen der Verbandsgemeinde.

Beetzendorf / Diesdorf. Es rauscht im Funk. So könnte man die Probleme der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf mit der vor knapp einem Jahr eingerichteten Leitstelle Altmark in Stendal beschreiben.

„Da brennt ein Häcksler bei Bornsen und es werden die Wehren in Jübar und Diesdorf alarmiert. Die Wehr Bornsen blieb drin“, erinnert sich der Jübarer Wehrleiter, Ringo Büst, bei der Sitzung des Feuerschutzausschusses der Verbandsgemeinde am Mittwoch.

Zur Einrichtung der neuen Leitstelle für die gesamte Altmark mussten die Gemeinden bereits im November 2013 eine Alarmierungs- und Ausrückeordnung vorlegen. Darin wird geklärt, welche Wehren in welchen Ortslagen bei welcher Gefahrenlage ausrücken. „Unsere ist in das System der Leitstelle bisher nicht eingepflegt“, erklärte Verbandsgemeindewehrleiter Bert Juschus. So soll es auch dazu gekommen sein, dass bei kleinsten Gefahrenlagen der Einsatzleitwagen (ELW) aus Beetzendorf ausrückte. „Das ist für die Aktiven nicht so schön, wenn sie mitten in der Nacht raus müssen und dann unverrichteter Dinge wieder abfahren dürfen. Bei einem anderen Brand wäre der Einsatz des ELW nötig gewesen, doch dabei wurde er nicht mit alarmiert.

„Das kann doch nicht so schwer sein, das einzupflegen“, äußerte der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Frank Leskien, sein Unverständnis. Die anwesende Verbandsgemeindebürgermeisterin, Christiane Lüdemann, gab zudem zu bedenken, dass die VG für den Brandschutz verantwortlich ist. „Wir können froh sein, dass wir bisher keine größere Schadensmeldung hatten“, ergänzte Bert Juschus.

Erst zur kommenden Woche könne dazu eine Stellungnahme abgegeben werden, teilte der Landkreis Stendal auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit. Mittlerweile hat sich die Verbandsgemeinde mit einem Schreiben an den Altmarkkreis gewandt, bestätigte Bert Juschus. Dieses werde zunächst geprüft, hieß es aus der Pressestelle des Kreises.

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