Jungen Archäologen im neuen Domizil / Christoph Busse ist „Held der Arbeit“

Grabung in Rockenthin

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Ein gewaltiger Kraftakt war für die Jungen Archäologen der Altmark unter dem Vorsitz von Hartmut Bock (r.) der Umzug in die neuen Räume in Rohrberg. Der Vorstand dankte in diesem Zusammenhang Paul Janikulla (v.l.) und Rico Peters.

Jübar / Rockenthin. Der Umzug von Jübar nach Rohrberg in das neue Vereinsareal der alten Schule beziehungsweise des Rathauses war im Vorjahr ein gewaltiger Kraftakt für die Jungen Archäologen der Altmark unter dem Vorsitz von Hartmut Bock.

Christoph Busse wurde während der Jahreshauptversammlung am Sonnabend in Jübar als „Held der Arbeit“ geehrt, weil er sich bei den Arbeiten besonders hervortat. Geehrt wurden außerdem Rico Peters und Paul Janikulla. Der Grabungsleiter in Kläden, Maxi Mewes, bekam von Vereinschef Hartmut Bock eine Ehrenmedaille überreicht.

Ein Dank ging an Rohrbergs Ortschef Bernd Schulz, aber auch an alle aktiven Mitglieder, die beim anderthalb Jahre dauernden Umzug nach Rohrberg, dem Herrichten und dem Renovieren der neuen Vereinsräume samt Archiv beteiligt waren.

„Seit Dezember können diese nun offiziell genutzt werden“, betonte Heiko Meyer. Regelmäßig montags treffen sich dort die älteren Hobby-Archäologen. Donnerstags kommen die Jüngeren zusammen, um die Funde der Grabungen auszuwerten, aufzubereiten und zu archivieren. Die Grabungen des Vorjahres in Kläden sind erst einmal abgeschlossen. Die Auswertung erfolgt demnächst.

Die Jungen Archäologen der Altmark wollen dieses Jahr im Auftrag des zuständigen Landesamtes bei Rockenthin graben, wie es weiter hieß. Bereits am Freitag fand dort vor Ort ein Lehrgang mit sogenannten Sondengängern statt. Vielversprechende kaiserzeitliche Funde werden in Rockenthin erwartet. Erste Überraschungen hat es bereits gegeben. So wurden eine römische Münze und eine emaillierte Fibel vor Ort entdeckt, wie es weiter hieß. „Los geht es an der neuen Grabungsstätte in den ersten beiden Wochen der Sommerferien“, blickte Heiko Meyer voraus.

Vereinschef Hartmut Bock ließ das vergangene Jahr Revue passieren, das mit Tagungen, Exkursionen, Fachvorträgen und einem guten Abschneiden der Rohrberger „Highland-Games“ gespickt war.

Höhepunkt in diesem Jahr ist neben einer Himmelfahrtstour nach Ulm eine große Pflegeaktion der heimischen Hünengräber in den Herbstferien. Dann wollen die Archäologen für die Touristen und Ausflügler Klarschiff entlang der Route der beliebten Attraktionen machen.

Von Kai Zuber

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