Noch kein Telefon: „Nur Stückwerk mit der Telekom“ 

Gesundheitszentrum in Winterfeld seit gestern in Betrieb

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Hell und großzügig geschnitten ist der neue Gymnastikraum der Physiotherapie. 

Winterfeld – Seit gestern läuft der Betrieb im neuen Gesundheitszentrum an der B 71 in Winterfeld. Die ersten Patienten meldeten sich bereits an und unternahmen einen ausführlichen Rundgang durch die hell und freundlich gestalteten Räumlichkeiten.

Das Flachdach-Gebäude ist baulich und architektonisch so angelegt, dass es bei Bedarf auch erweitert werden kann. Die ersten Pflasterarbeiten vor dem Gebäude sind bereits erfolgt. In den kommenden Wochen werden die Außenarbeiten dann fortgesetzt.

Einzige Betriebsbremse in der medizinischen Praxis ist die Telekom. „Seit vier Wochen warten wir auf eine Telefonnummer. Jetzt am Mittwoch sollen wir erfahren, wann wir eine Nummer bekommen“, ärgert sich Internistin Dr. Kathrin Stuhec über die Kundenbetreuung bei Deutschlands größtem Mobilfunk-Anbieter.

Immer wieder lässt der Konzern dann über lange Strecken seine Kunden hängen – gerade bei uns im ländlichen Raum.

Ninett Schneider

Trotzdem habe sie sich dafür entschieden, zum Wochenbeginn wie geplant anzufangen, auch wenn die notwendige Vernetzung mit ihrem zweiten Praxis-Standort in Badel aus Netzgründen nicht funktioniert. Das war das Stichwort, auf das Landrat Michael Ziche bei der Eröffnung gewartet hatte: Also warb Ziche erneut für den Breitband-Ausbau mit dem kommunalen Zweckverband samt schnellem Glasfaserkabel.

Massage- und Behandlungsraum: Die Besucher zeigten sich begeistert.

Auch dort hatte die Telekom in den vergangenen Wochen nach langer Untätigkeit mit Hochdruck als Konkurrent in den westaltmärkischen Dörfern geschachtet und Kabel verlegt – auch wenn es dann nur mit veraltetem Kupferkabel weiter in die Häuser ging. Die Telekom leiste immer nur Stückwerk und keine ganzen Sachen, meinte Apenburg-Winterfelds künftige Bürgermeisterin Ninett Schneider kritisch. „Immer wieder lässt der Konzern dann über lange Strecken seine Kunden hängen – gerade bei uns im ländlichen Raum“, so Schneider, die ebenfalls für den kommunalen Zweckverband wirbt.

Physiotherapeut Dimitri Nering (l.) sitzt bereits hinter seinem Anmeldungs-Desk der neuen Praxis.

Schnelles Internet wird gerade im medizinischen Bereich des neuen Gesundheitszentrums an der B 71 in Winterfeld gebraucht: Die Mieter, Physiotherapeut Dimitri Nering und Internistin Dr. Kathrin Stuhec, bewirtschaften mit ihren jeweiligen Praxen die beiden Flügel des etwa 32 mal zehn Meter großen Flachdach-Gebäudes.

Der etwas größere Part des Gebäudes ist der von der Hauptstraße aus links gelegene Teil der Fachärztin für innere Medizin. Für beide Praxen gibt es in der Mitte des Hauses einen zentralen Eingangsbereich mit separaten Toiletten für die Patienten und das Personal. Rechts in der Praxis von Dr. Kathrin Stuhec gibt es neben dem Wartezimmer Räume für die ärztliche Behandlung und Vorbereitung, die Blut- und Urinuntersuchung, einen Funktionsraum sowie zwei Sprechzimmer und einen Raum für das Personal.

Im rechten Teil des geräumigen Winterfelder Gesundheitszentrums gibt es wie in der Nachbar-Praxis einen großen Flur-Bereich.

Von dort aus erreichbar sind vier verschiedene Behandlungsräume sowie jeweils eine Küche, ein Technikraum und ein 24 Quadratmeter großer Gymnastikraum für die Patienten.

Im gesamten Gebäude gibt es hinreichend Notausgänge sowie, vor allem im vorderen Bereich zur Straße hinaus, große Fenster. Die Besucher am Wochenende und nun nach dem Praxisstart gestern zeigten sich begeistert.

Von Kai Zuber

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