Noch unklar, wann Bauwerk saniert werden kann

Gesperrte Purnitzbrücke in Hagen: „Wird umfangreiche Baumaßnahme“

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Die marode Brücke über die Purnitz auf dem Weg von Hagen nach Saalfeld ist gesperrt. Eine Sanierung ist dringend erforderlich, aber wann diese erfolgen kann, ist noch unklar, hieß es im jüngsten Gemeinderat.

Altensalzwedel / Hagen – „Wann wird die Purnitzbrücke in Hagen saniert?“, wollte Ernst-Günter Treseler während der Einwohnerfragestunde beim jüngsten Gemeinderat des Fleckens Apenburg-Winterfeld am Dienstagabend in Altensalzwedel wissen.

Die Brücke über die Purnitz befindet sich auf dem Verbindungsweg von Hagen nach Saalfeld und ist schon seit einiger Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt.

„Ich kann dazu noch nichts sagen, nur so viel: Das wird eine umfangreiche Baumaßnahme werden. Da müssen wir das nächste Jahr, die nächste Haushaltsdebatte abwarten“, antwortete Bürgermeisterin Ninett Schneider.

„Der Hochwasserschutz wird uns auferlegt, wir dürfen nur sagen: Können wir uns das leisten oder nicht. Sonst können wir keinen Einfluss nehmen auf eine Sanierung der Brücke“, merkte ein Ratsherr an.

Detlef Jürges betonte die Notwendigkeit einer zeitnahen Instandsetzung des maroden Bauwerks. „Es kann nicht sein, dass wir das aufschieben bis zum Gehtnichtmehr“, sagte der stellvertretende Bürgermeister.

„Der schlechte Zustand der Brücke ist uns bekannt, aber im Moment sind uns die Hände gebunden. So wie es jetzt aussieht, müssen wir wohl drei Jahre sparen, bevor wir mit der Sanierung beginnen können“, äußerte Schneider. Die grobe Kostenschätzung eines Planungsbüros habe 500 000 Euro betragen.

Während der Ratssitzung wurden auch mehrere Beschlüsse gefasst, darunter der über die Bewilligung einer überplanmäßigen Ausgabe für die Renovierung einer Mietwohnung. In Winterfeld war in einem Block mit sechs Wohneinheiten eine Wohnung von Grund auf saniert worden. Dazu gehörten Malerarbeiten, neue Elektrik und Fußböden. Da es in der Wohnung Feuchtigkeitsschäden gegeben habe, wurden auch neue Fensterbänke eingesetzt. Insgesamt waren für die Sanierung 10 000 Euro geplant gewesen. Diese reichten aber nicht aus. Weitere 3500 Euro wurden zur Fertigstellung der Wohnung benötigt, weshalb der Gemeinderat einen Beschluss über diese überplanmäßige Ausgabe fassen musste, was einstimmig erfolgte.

Ein weiterer Beschluss betraf die Widmung einer Gemeindestraße im Gewerbegebiet Apenburg. Bisher hatte diese Straße keine postalische Adresse, was sich mit der Widmung nun ändert. Die Straße wird künftig Gewerbestraße heißen und kann, da sie für den öffentlichen Verkehr bestimmt ist, von allen Fahrzeugen benutzt werden. Auch den Beschluss zur Widmung der Straße fasste der Gemeinderat einstimmig.

VON CHRISTIAN REUTER

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