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Gesamtkonzept für alle fünf VG-Grundschulstandorte soll erstellt werden

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Von: Christian Reuter

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Schule
Die Grundschule in Jübar wurde kürzlich saniert, aber ab 2028/29 könnte die nötige Mindestschülerzahl von 60 nicht mehr erreicht werden. Deshalb wird eine Ausdehnung des Schuleinzugsbereichs bis Rohrberg diskutiert. © Reuter, Christian

Die fünf Grundschulstandorte in der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sind aktuell nicht gefährdet. Allerdings könnte sich das aufgrund sinkender Schülerzahlen in einigen Jahren ändern. Daher gibt es in der VG Überlegungen, die Schuleinzugsbereiche zu verändern. Das Thema wurde während der jüngsten Sitzung des VG-Einrichtungs- und Sozialausschusses in Beetzendorf diskutiert.

Beetzendorf. „Der Bestand der Grundschule in Jübar ist in vier Jahren fraglich. Aber wir haben dort durch die Sanierung Kapazitäten geschaffen. Man könnte die Schüler aus Rohrberg Jübar zuordnen, das würde die Beetzendorfer Grundschule entlasten“, sagte der VG-Sozialausschussvorsitzende Günther Serien. Es handele sich dabei um etwa 15 bis 20 Schüler.

„Es sind genau 21 Schüler“, präzisierte VG-Bürgermeister Michael Olms die Aussage. „Sechs in der 1. Klasse, vier in der zweiten Klasse, sieben in der dritten Klasse und vier in der vierten Klasse.“ Olms stellte aber auch klar: „Den Effekt, den Hort zu entlasten, würde es erst in einigen Jahren geben.“

Hintergrund: An der Beetzendorfer Grundschule gibt es große Probleme, alle Hortkinder im Hort unterzubringen. Deshalb ist ein Hortneubau vorgesehen, bisher konnte sich der Verbandsgemeinderat aber noch nicht auf einen Standort einigen.

Deshalb soll zunächst ein weiterer Container auf dem Schulhof als Übergangslösung für eine Entlastung sorgen. Den Beschluss dazu wollte der VG-Rat am Mittwoch, 9. November, fassen.

Zurück zur VG-Sozialausschusssitzung. Michael Olms sagte, man sollte nie nur eine Einzelbetrachtung zu einer Schule vornehmen, sondern immer alle fünf Grundschulen in der Gesamtheit betrachten. „Man wird auch mit den Nachbargemeinden sprechen müssen, weil jeder seine Standorte erhalten will. Die Schülerzahlen werden weiter zurückgehen“, betonte der VG-Bürgermeister.

Ninett Schneider, VG-Ratsfrau und Bürgermeisterin des Fleckens Apenburg-Winterfeld, gab Michael Olms recht. Sie halte seinen Vorschlag für „gut“. „Wir müssen in die Zukunft schauen. Hier will niemand eine Schule schließen. Wir müssen an die gesamte Verbandsgemeinde denken. Ich halte das für sinnvoll“, führte Schneider aus.

Günther Serien erinnerte noch daran, dass es in den Grundschulen in Apenburg und Kuhfelde einen erheblichen Sanierungsbedarf wegen eines mangelhaften Brandschutzes gebe.

Schließlich verständigte sich der VG-Einrichtungs- und Sozialausschuss darauf, dass ein Gesamtkonzept für alle fünf Grundschulstandorte erstellt werden soll. Auf eine Einzelfallentscheidung zur Rohrberger Grundschule soll verzichtet werden. Diese Empfehlung an den Verbandsgemeinderat wurde einstimmig angenommen.

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