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Geplanter Solarpark bei Saalfeld soll kleiner werden

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Von: Christian Reuter

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Solarpark
Am Fuchsberg in Salzwedel steht schon ein Solarpark. So eine PV-Anlage soll auch bei Saalfeld errichtet werden. Etliche Einwohner sind aber generell gegen einen Solarpark vor ihrer Haustür. © Reuter, Christian

Bei Saalfeld soll ein Solarpark entstehen (AZ berichtete). Allerdings wurde die ursprüngliche Planung noch einmal geändert. Die Photovoltaik (PV)-Anlage soll nun noch eine Fläche von 16 Hektar statt 22 Hektar einnehmen. Das Vorhaben wurde auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Apenburg-Winterfeld in Altensalzwedel vorgestellt.

Altensalzwedel. Die Gemeinde hatte einen Leitfaden zum Umgang mit Anträgen zu PV-Anlagen erstellt. Dadurch sah sich der Investor, die Firma Sunovis, gezwungen, einige Anpassungen gegenüber der ursprünglichen Planung vom Mai dieses Jahres vorzunehmen.

Die erste Änderung betrifft den Abstand zur Ortschaft Saalfeld. „Die von der Gemeinde vorgegebenen 200 Meter werden eingehalten“, erklärte Volker Jakob, Planer bei Sunovis.

Bei der zweiten Änderung geht es um die Größe des Vorhabengebietes. Dazu gibt es im Leitfaden die Vorgabe, dass maximal zwei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche der Gemarkung durch PV-Anlagen belegt werden dürfen. Laut Jakob sind es in der neuen Planung etwa 2,17 Prozent. Er habe allerdings gerundete Zahlen zur Berechnungsgrundlage herangezogen. „Warum nehmen wir nicht eine Fläche, die nicht das Dorf verschandelt?“, wollte ein Bürger wissen. Er habe solch eine Fläche, auf der niemand eine PV-Anlage sehen würde. „Wir behandeln das Thema jetzt schon ein Jahr“, stellte Apenburg-Winterfelds Bürgermeisterin Ninett Schneider fest. „Aber Sie können einen Antrag stellen“, fuhr sie fort. Dies wolle der Mann nun auch tun.

Die Bürgermeisterin fragte die anwesenden Einwohner von Saalfeld, wer gegen den geplanten Solarpark sei. Alle Einwohner aus Saalfeld meldeten sich. „Es wird so kommen, dass wir irgendwann keinen Einfluss mehr darauf haben, wo ein PV-Vorranggebiet hinkommt“, betonte Schneider. Die Gemeinde wolle nichts „durchdrücken“, könne es aber auch nicht jedem recht machen.

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