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Generalversammlung zieht Bilanz

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Von: Kai Zuber

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Standort Dähre der Vereinigte Saatzuchten Ebstorf
Standort Dähre.JPG © Kai Zuber

Die Genossenschaft Vereinigte Saatzuchten Ebstorf (VSE) mit dem Standort in Dähre wertet das Jahr aus, zieht Bilanz und blickt voraus. Am Dienstag, 14. Dezember, findet vor diesem Hintergrund ab 15 Uhr die Generalversammlung der Vereinigte Saatzuchten in der Jabelmann-Veranstaltungshalle Uelzen statt.

Dähre. Coronabedingt wird in diesem Jahr die Veranstaltung nur für Mitglieder durchgeführt. Die Ausrichtung erfolgt unter der 2-G-plus-Regelung. Auch Mitglieder können nur teilnehmen, wenn sie geimpft oder genesen sind und eine Booster-Impfung oder einen bestätigten Antigentest vorweisen können. Für alle, die keinen Termin mehr in einem Testzentrum erhalten, bieten die Vereinigten Saatzuchten vor Ort ab 13.30 Uhr die Möglichkeit der Testung an. Beim Einlass kontrollieren die Organisatoren den Impf- und Teststatus. Dadurch wird es etwas länger dauern, bis alle ihren Platz einnehmen können. Der Einlass ohne Nachweise ist nicht möglich. Sollten Teilnehmer das Stimmrecht übertragen bekommen haben, dann muss die Vollmacht vorgelegt werden.
Die jährliche Generalversammlung der VSE dreht sich laut Sabrina Helms vom Marketing dieses Jahr nicht nur um die gewohnten Themen, wie Getreide- und Kartoffelernte, Umsätze und Beteiligungen, sondern hält nach erfolgreicher Restrukturierung auch einige spannende Zukunftsaussichten bereit. Die gesamte Getreideernte 2020 war demnach geprägt von erneuter Trockenheit und entsprechend niedrigen Erträgen. Das Preisniveau zur Erntezeit und auch die Erfassungsmenge in den Speicheranlagen lagen auf Vorjahresniveau. Rechtzeitig zur Ernte 2021 konnte die Fertigstellung der modernen Siloanlage im Hafen Uelzen realisiert werden. Die Kartoffelernte 2020 ist mit hohen Erträgen zu Ende gegangen.

Deutschlandweit wurde ein Plus von etwa einer Million Tonnen Kartoffeln verzeichnet. Dies führte zu niedrigeren Erzeugerpreisen und daraus resultierendem niedrigeren Umsatz. Das erfolgreiche Geschäft mit Dünger und Pflanzenschutz entsprach dem Vorjahresniveau. Die VSE-eigenen Werkstätten, Raiffeisenmärkte und das Tankstellengeschäft verzeichneten positive Umsätze.

Insgesamt tragen vor allem die erfolgreichen Beteiligungskonzepte der VSE und die Standortverkäufe aus der Restrukturierung maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. Die im Berichtszeitraum umgesetzte Restrukturierung durch Standortschließungen und den Verkauf der Futtermittelsparte an einen Verbundpartner stärkt die Zukunftsfähigkeit und Profitabilität der Genossenschaft nachhaltig.

Der Gesamtumsatz der Genossenschaft im Geschäftsjahr 2020/2021 betrug 104,1 Millionen Euro. Im Vergleich dazu stehen die Umsätze des Vorjahres mit 114,8 Millionen Euro. Positive Meldungen gibt es für die Mitglieder der VSE. Es wird der Generalversammlung eine Dividende in Höhe von 2,5 Prozent für die Mitglieder der Genossenschaft vorgeschlagen. Seit dem 1. Juli 2021 bereichert der neue Geschäftsführer Dr. Christoph Hauser das Traditionsunternehmen in Ebstorf.

Für die Zukunft gelte es laut Hauser, die verbliebenen Standorte der Genossenschaft allesamt zukunftsfähig auf die Anforderungen einer modernen Landwirtschaft auszurichten. Die Stärkung der alten Geschäftsfelder Kartoffel und Getreide steht im Vordergrund. zu

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