Apenburg wird im kommenden Jahr 750 Jahre alt / Vereine sollen an einem Strang ziehen

Gemeinsam das Jubiläum feiern

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Ritter Peter von Kalben und seine Getreuen haben die Burganlage in Apenburg ins Herz geschlossen. Nun freuen sie sich auf das 750. Jubiläum des Ortes 2014.

Apenburg. Im kommenden Jahr feiert Apenburg sein 750-jähriges Bestehen. Die einzelnen Events des Jubiläums sollen möglichst über das gesamte Jahr verteilt werden.

Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates des Fleckens Apenburg-Winterfeld hob Günter Schröder folgenden Text aus einer alten Urkunde hervor: Markgraf Otto von Brandenburg bescheinigte darin, die Urkunde des Bischofs Gerhard zu Verden empfangen zu haben, in welchem derselbe ihm und seinem Bruder Johann das Kirchdorf Hohenhenningen bei Apenburg in der Mark geschenkt hat. Der Vermerk ist datiert auf den 24. Juli 1264 und somit die älteste urkundliche Erwähnung Apenburgs – auch wenn Günter Schröder davon überzeugt ist, dass der geschichtsträchtige Ort sehr viel älter ist.

Mit seinen Forschungen sei der Apenburger sehr viel besser informiert, als das zuständige Landeshauptarchiv, welches ein anderes Ersterwähnungsdatum angebe, meinte Bürgermeister Harald Josten. Und so wird also im kommenden Jahr das 750. Jubiläum begangen. Alle Vereine, die Arbeitsgruppe „Alte Burg“, die Kita, die Feuerwehr, die Schule und vor allem die Apenburger Bürger sollen hierzu an einem Strang ziehen, um den runden Geburtstag ihres Ortes zu würdigen. Die Mitinitiatoren um Andreas Schwieger, Günter Schröder und Peter Kintzel stecken mit ihren Ideen noch in den Anfängen. Als Termin für die Festveranstaltung ist der 11. Juli 2014 anvisiert. Der Gemeinderat denkt darüber nach, eine mittelalterliche Ratssitzung abzuhalten. Mit Hilfe einer Theatergruppe könnten die Apenburger historische Szenen nachstellen, lautet eine weitere Idee.

Die alte Burg wird im Mittelpunkt des Treibens stehen: Ritter-Darsteller Peter von Kalben und seine Freunde würden sich über eine Einladung zur 750-Jahrfeier freuen. Die Gäste auf der Burg zeigten sich beeindruckt vom guten Zustand der Anlage. Nach der Hochzeit der Burg im Mittelalter, verlor sie im 17. bis 18. Jahrhundert an Bedeutung. Nach 1860 nutzten die Schulenburgs den Innenhof als Erbbegräbnisstätte. Nach 1945 begann wieder eine Zeit des Zerfalls, bis sich schließlich am 16. September 1986 interessierte Bürger fanden, die Arbeitsgruppe „Alte Burg“ gründeten und zunächst den 1980 bei einem Wirbelsturm schwer beschädigten Turm aus dem Jahr 1584 reparierten. 1990 flossen dann Fördermittel, mit deren Hilfe der bauliche Zustand der Anlage weiter verbessert werden konnte. Dass jedoch die Ersterwähnung Apenburgs mit der Familie Schulenburg in Beziehung steht, bezweifeln Historiker schon seit längerer Zeit.

Von Kai Zuber

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