Apenburger demonstrieren eindrucksvoll, dass ihnen die Stätte am Herzen liegt

Gemeinsam fürs Waldbad

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Die Apenburger Bürger machten nicht nur mit ihrem zahlreichen Erscheinen klar: Ihr Waldbad ist ein wichtiges Stück Kulturgut, das nicht verloren gehen darf.

Apenburg. Mit einem vollen Saal im „Lindenhof“ demonstrierten die Apenburger Bürger dem Gemeinderat eindrucksvoll, dass ihnen ihr Waldbad am Herzen liegt.

Apenburg-Winterfelds Bürgermeister Harald Josten war beeindruckt von der Präsenz, dem Engagement und dem Ideenreichtum der über 60 erschienenen Einwohner.

Auf der Bürgerversammlung ging es um die Zukunft des Bades. Hintergrund: Die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf hatte die Rückübertragung der Einrichtung an die Kommune angeregt. Diese wird während der nächsten Ratssitzung am Dienstag darüber entscheiden. Josten machte deutlich, dass im Falle einer Entscheidung gegen diese Rückübertragung an die Gemeinde die Chancen schlecht stünden, dass das Bad in der kommenden Saison wieder eröffnet wird. Viele Apenburger, darunter zahlreiche Jugendliche, meldeten sich im „Lindenhof“ zu Wort. Dabei wurde eines klar: Das Waldbad ist ein wichtiges Stück Kulturgut, das nicht verloren gehen darf. Doch satte 60 000 Euro beträgt der Zuschussbedarf pro Jahr. 20 000 Euro, so ein Vorschlag, könnten als Zuschuss von der VG kommen. Den Rest muss die Kommune stemmen, deren Finanzkraft auf Grund des hohen Steueraufkommens wieder besser geworden ist. Doch wegen der dreiprozentigen Erhöhung der Kreisumlage muss Apenburg-Winterfeld allein in diesem Jahr 90 000 Euro mehr für die Kreisverwaltung in Salzwedel berappen als im Jahr zuvor.

Viele Vorschläge gab es im Saal: Veranstaltungen und Sponsoring müssen mehr in den Vordergrund rücken, hinsichtlich des Wetters müsse man flexibler reagieren, die Kassierung könnten Ehrenamtliche besorgen, Vereine, Schulen und Kitas müssten das Bad aktiver nutzen, Campingplatz, Bungalows und Sportplätze müssten besser integriert werden. Eines kristallisierte sich bei der Bürgerversammlung deutlich heraus: Die nahezu einvernehmliche Unzufriedenheit mit der bisherigen Arbeit des Schwimmmeisters. Dessen Arbeitsvertrag wolle man am liebsten nicht zusammen mit dem Bad übernehmen, hieß es seitens der Bürger. Harald Josten und die anwesenden Ratsmitglieder nahmen die Anregungen dankbar entgegen und zeigten sich zuversichtlich angesichts der breiten Resonanz aus der Bevölkerung. Zuletzt übergaben Leon Büst sowie Lena und Luca Wernecke mehrere Unterschriften-Listen zum Erhalt des Bades.

Von Kai Zuber

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