Tragfähigkeit der Straße leidet / Entwässerung unzureichend / Mehrere Optionen vorstellbar

Gemeinderat prüft Straße zwischen Holzhausen und Wiewohl

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Die betroffene Straße verbindet Holzhausen und Wiewohl.

Holzhausen / Dähre. Bevor sich am Montagabend in Dähre der Gemeinderat zu seiner Sitzung traf, besichtigten die Ratsmitglieder die Straße zwischen Holzhausen und Wiewohl. Hintergrund: Die Straße weist viele Risse und einige Schlaglöcher auf.

Auch die Bankette und die Entwässerung sind unzureichend. Da diese Straße von einer Kreis- zu einer Gemeindestraße heruntergestuft wurde, muss sich der Rat mit der Instandsetzung auseinandersetzen. Das in Auftrag gegebene Baugrundgutachten wurde bei dem Besichtigungstermin von Diplom-Ingenieur Jens Buchholz erörtert.

Die Straße weist haufenweise Querrisse auf. Der Untergrund ist torfig und weich – die Tragfähigkeit leidet.

„Es wurden mehrere Bohrungen gemacht. Ab etwa einem Meter wurde es torfig und weich. Wenn es feucht wird, leidet die Tragfähigkeit. Das ist ein miserabler Untergrund“, fasste Buchholz zusammen. Da es durch die Lage der Straße prinzipiell schwierig sei, eine ideale Tragfähigkeit zu erreichen, müsse man alle möglichen Optionen im Vorfeld noch mal genauestens analysieren, erklärte Buchholz weiter. Eine Alternative wäre nur eine Reparatur der Oberfläche. Das wäre zwar deutlich günstiger, aber wahrscheinlich auch kürzer haltbar, da sich am tieferen Untergrund nicht viel ändert. Außerdem müsse beachtet werden, dass die Asphaltdecke mit krebserregenden PAK belastet sei. Die spezielle Entsorgung verursache auch hohe Kosten, beschrieb Buchholz. Bürgermeister Bernd Hane erläuterte die Schätzungen. Während eine Komplettsanierung nach vorliegender Kalkulation rund 925 000 Euro kosten würde, schlage eine reine Oberflächenreparatur wohl mit etwa 300.000 Euro zu Buche.

90.000 Euro im Haushalt für Straßenausbesserung

Mitglieder des Gemeinderates Dähre mit Bürgermeister Bernd Hane (r.) begutachten die Straße und lassen sich von Diplom-Ingenieur Jens Buchholz (2.v.r.) das Baugrundgutachten erörtern.

Bei den Banketten waren sich alle einig. Das muss dringend gemacht werden, denn das Wasser kann nicht richtig ablaufen. Bei kalter Witterung können sich so schnell neue Risse bilden. Deshalb stehen die Bankettarbeiten auch oben, erklärt Hane. Da die Hoffnung auf Fördermittel relativ gering ist, muss die Gemeinde jetzt sehen, wie man die Sanierungsmaßnahme finanziell am besten regelt. „Wir haben in unserem Haushalt für 2018 für die Straßenausbesserung 90 000 Euro vorgesehen. Das Geld sollten wir auch dafür verwenden“, so Hane.

Bei der Gemeinderatssitzung im Dährer Gemeindebüro wurden die Eindrücke von den Ratsmitgliedern noch einmal genauer beleuchtet. „Die Sache muss in Angriff genommen werden“, meinte Hane und erhielt dafür zustimmendes Nicken. Die Bankette müssen dringend vorher bearbeitet werden und eine Straßenbaufirma sollte sich das mal anschauen, so das Ergebnis der Besprechung. Hane möchte sich nun die nötige Expertise suchen und Angebote einholen. Darüber hinaus wird der Ortschef noch einmal das Bauamt kontaktieren und die Sachlage ansprechen. Mehr zu der Thematik möchte Hane bei der nächsten Gemeinderatssitzung bekannt geben.

Von Stefan Wasinski

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