Beschluss wird für nächste Ratssitzung vorbereitet

Auch Wallstawe will Sammeln von Streuobst erlauben

Obstbäume an der Straße
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Obstbäume stehen an der Straße von Wötz nach Wallstawe. Die Gemeinde Wallstawe will einen Beschluss fassen, dass Einwohner der Gemeinde das Streuobst von gemeindeeigenen Bäumen straffrei aufsammeln dürfen.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Die Gemeinde Beetzendorf erlaubt Bürgern das Einsammeln von Streuobst von Bäumen, die der Gemeinde gehören (AZ berichtete). Das heißt, wer dieses Obst aufsammelt, muss keine Anzeige und damit auch keine Strafverfolgung mehr befürchten. Denn laut Strafgesetzbuch gilt das Aneignen von diesen Früchten als Diebstahl, wenn es der Eigentümer nicht erlaubt hat. Nun will auch die Gemeinde Wallstawe den Bürgern das Einsammeln von Streuobst gestatten.

„Wollen wir das ähnlich wie in Beetzendorf handhaben?“, wandte sich Wallstawes Bürgermeister Ralph Jürges während der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montag, 16. August, im Dorfgemeinschaftshaus in Umfelde an die Ratsmitglieder.

„Wir können das auch so machen, dass wir Leuten das Pachten von Gemeindebäumen ermöglichen“, äußerte Vize-Bürgermeister Udo Herz seine Meinung. Der Bürgermeister sah dies anders: „Ich will es so einfach wie möglich machen. Ich werde das für die nächste Ratssitzung vorbereiten, dass wir einen Beschluss dazu fassen können.“ Allerdings schränkte der Bürgermeister ein: „Ich möchte es nicht jedem erlauben, nur für Einwohner der Gemeinde Wallstawe.“

Der Beetzendorfer Rat hatte am 12. August beschlossen, dass das Einsammeln von Streuobst von Bäumen, die der Gemeinde gehören, straffrei bleibt. Diese Entscheidung gilt nicht nur für die Einwohner der Gemeinde Beetzendorf, sondern für alle Bürger. Begründet wurde die Entscheidung auch als kleiner Beitrag zum Klimaschutz, da durch das Sammeln von Streuobst auf von weiter her geliefertes Discounterobst, welches häufig behandelt ist, verzichtet werden könne. Die Gemeinde strebe es außerdem an, weitere Obstgehölze im Beetzendorfer Gemeindegebiet zu pflanzen. Beetzendorfs Vize-Bürgermeister Dietmar Sommer hatte zum Streuobst erklärt: „Es verfault genug am Straßenrand.“ Dies dürfte auf dem Gebiet der Gemeinde Wallstawe nicht anders sein. Der angekündigte Beschluss könnte da zumindest etwas Abhilfe schaffen.

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