Info-Schild soll auf alte Wandmalerei in Dahrendorfer Kirche hinweisen

Gemeinde Dähre will für Kulturschätze werben

Wandmalerei in Dahrendorfer Kirche
+
Alte Wandmalerei ist in der Dahrendorfer Kirche zu bestaunen. Nun wird ein Informationsschild geplant, das vor der Kirche auf den Kunstschatz hinweisen soll.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
    schließen

In vielen Kirchen der Altmark verbergen sich wahre Kunstschätze, von denen selbst die meisten Einwohner noch gar nichts wissen. So auch in der Dahrendorfer Kirche, in der es alte Wandmalerei zu bestaunen gibt. Nun soll ein Informationsschild aufgestellt werden, um auf die Sehenswürdigkeit hinzuweisen. Die Gemeinde Dähre will sich an den Kosten beteiligen.

Amanda Hasenfusz aus Dahrendorf meldete sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Dährer Waldbad am Montagabend, 30. August, zu Wort: „Wir möchten in Dahrendorf an der Kirche ein Info-Schild aufstellen, denn in der Kirche gibt es alte Wandmalerei, die als Kulturschatz ausgewiesen ist.“ Hasenfusz verwies auf das Buch „Mittelalterliche Wandmalereien in altmärkischen Kirchen“ und ein größeres Projekt mit insgesamt 70 Kirchen in der Altmark, das sie initiiert habe. Das Kirchenrouten-Projekt solle allerdings erst im kommenden Jahr starten, und auch nur, wenn Fördermittel zur Verfügung stehen.

Die für Dahrendorf vorgesehene Info-Tafel solle Worte aus dem Buch enthalten. Die Kosten für das Schild bezifferte Hasenfusz mit 1.200 Euro, es solle mindestens 15 bis 20 Jahre halten. Die Tafel werde 100 mal 70 Zentimeter groß sein und sei genehmigungsfrei. Der Metallbauer Heinz Frommhagen aus Henningen habe sich bereit erklärt, die Verankerung für das Schild herzustellen. „Ich habe schon 500 Euro zusammen, kann die Gemeinde Dähre auch Geld geben für das Schild?“, wandte sich Amanda Hasenfusz direkt an die Ratsmitglieder. „Ich bin dafür, dass wir das, was wir an Kulturschätzen haben, auch bewerben. Wir müssen den Tourismus in Gang bringen“, reagierte Dähres Bürgermeister Bernd Hane sehr positiv auf das Anliegen der Dahrendorferin. „Wir müssen unseren Obulus dazu beitragen. Was nützt es, wenn sich die Kulturschätze nur hinter verschlossenen Türen befinden?“, erklärte er weiter und schlug dem Rat vor, 150 Euro aus der Gemeindekasse für die Info-Tafel zu verwenden. Dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Derzeit werden farbige Ausmalungen in der Kirche in Eickhorst umfangreich restauriert. Diese Arbeiten nehmen mehr Zeit in Anspruch als zunächst gedacht (AZ berichtete). Dadurch verzögert sich auch die Wiederindienstnahme der Kirche, die eigentlich schon für den 7. August vorgesehen war. Das zuständige Landesamt für Denkmalpflege werde rechtzeitig darüber informieren, sobald die Restaurierung in Eickhorst abgeschlossen ist, hatte Dähres Pastors Silvio Scholz mitgeteilt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare