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Gemeinde Dähre plant bereits den vierten Solarpark

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Von: Christian Reuter

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Solarpark
Der Solarpark am Fuchsberg in Salzwedel, errichtet von der Enerparc AG. Die Firma will nun bei Schmölau und bei Rustenbeck weitere Solarparks bauen. Für Schmölau wurde bereits der Aufstellungsbeschluss gefasst. © Reuter, Christian

Die Gemeinde Dähre macht Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Nachdem vom Gemeinderat bereits Ende Juni der Aufstellungsbeschluss für einen etwa 15 Hektar großen Solarpark in Schmölau gefasst worden war, wurde nun während der jüngsten Sitzung am Montag, 12. September, in Bonese ein solcher Beschluss für einen zweiten Solarpark in Schmölau mit einer Größe von etwa 60 Hektar vereinbart. Außerdem ist bereits der nächste Solarpark geplant, zwischen Holzhausen und Markau, auf einer Fläche von etwa 13 Hektar.

Bonese / Dähre. „Ich hatte einen Antrag für eine Photovoltaik-Anlage gestellt“, meldete sich der Landwirt Ernst-Adolf Schulz aus Lagendorf in der Einwohnerfragestunde der Gemeinderatssitzung zu Wort. Die Anlage solle eine Fläche von rund 13 bis 14 Hektar besitzen und zwischen den Ortschaften Holzhausen und Markau entstehen.

„Ich habe die Bürger zum geplanten Solarpark befragt. 50 Prozent der Einwohner von Markau und 20 Prozent der Einwohner von Holzhausen waren damit einverstanden, zumindest von denen, die ich angetroffen habe“, berichtete Schulz. Die PV-Anlage werde wahrscheinlich von der Firma Buß Solar errichtet.

Dähres Bürgermeister Bernd Hane sagte, es müsste mit den betroffenen Bürgern eine Zusammenkunft geben, bei der das Vorhaben vorgestellt werde. Die nächste Ratssitzung sei für den 24. Oktober vorgesehen, dann könne bereits ein Aufstellungsbeschluss zum Solarpark bei Markau gefasst werden. Die Ratsmitglieder stimmten dem Bürgermeister zu, diesen Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung setzen zu lassen.

Der Boden, auf dem der zweite Solarpark in Schmölau entstehen soll, sei „alles reine Ackerfläche“, teilte Hane mit. Die PV-Anlage könne auch gar nicht so nahe an den Wald heran errichtet werden, weil sonst der Schatten auf die Anlage fallen würde. Ein Ratsherr fragte nach, wie es denn mit dem Abstand zur Feuerwehr aussehe. „Das wird Gegenstand des Genehmigungsverfahrens sein“, erwiderte der Bürgermeister. Schließlich wurde der Aufstellungsbeschluss für den zweiten Solarpark in Schmölau mehrheitlich gefasst, sechs Ratsmitglieder stimmten dafür, eines dagegen.

Diese PV-Anlage soll vom Hamburger Unternehmen Enerparc AG gebaut werden. Die Firma plant zudem bei Rustenbeck eine weitere Photovoltaik (PV)- Freiflächen-Anlage auf einer etwa 15 Hektar großen Fläche (AZ berichtete). Mit dem bei Markau geplanten Vorhaben sind inzwischen schon vier Solarparks in der Gemeinde Dähre vorgesehen.

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