Tempolimit auf Weg von Audorf nach Siedenlangenbeck wird oft missachtet

Gemeinde sagt Rasern den Kampf an

ländlicher Weg von Siedenlangenbeck nach Audorf
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Auf dem Weg von Siedenlangenbeck nach Audorf sind zwar nur 30 km/h erlaubt, aber viele Kraftfahrer halten sich nicht daran und rasen über den Beton. Um das zu verhindern, sind Aufpflasterungen im Gespräch.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Die Bürger aus Audorf fordern, dass der ländliche Weg nach Siedenlangenbeck für den Durchgangsverkehr gesperrt wird. Die Gemeinde Beetzendorf sucht nach einer Lösung für das Problem und bringt Maßnahmen wie Aufpflasterungen ins Gespräch, um Raserei auf der Betonpiste zu verhindern.

Der ländliche Weg von Audorf nach Siedenlangenbeck stand auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Beetzendorfer Bauausschusses am Donnerstag, 6. Mai. Der Weg ist nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 7,5 Tonnen zugelassen (außer land- und forstwirtschaftlicher Verkehr). Zudem ist die zulässige Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Doch daran scheinen sich viele Kraftfahrer nicht zu halten.

„Der Ausbau des ländlichen Weges war damals nur unter der Voraussetzung erfolgt, dass der Verkehr für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt“, sagte ein Audorfer während der Einwohnerfragestunde. Viele Autofahrer würden den Weg als Abkürzung nach Beetzendorf nutzen, aber sich nicht an das Tempolimit halten, sondern über die Betonplatten rasen. In den letzten Tagen seien Schüler sogar auf ihren Motorrädern über die Gehwege im Dorf gebrettert. Die Audorfer wollen sich weitere Maßnahmen vorbehalten, auch gemeinsam mit der unteren Naturschutzbehörde.

Dies war das Stichwort für Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe. „Es hat Versäumnisse gegeben, sowohl von der Gemeinde als auch von der unteren Naturschutzbehörde“, räumte er ein. Inzwischen sei die Beschilderung der Strecke auf durchweg Tempo 30 vereinheitlicht worden.

„Ich bin kein Freund einer hundertprozentigen Sperrung“, erklärte Köppe. Eine Lösung sei nur im Einvernehmen der Gemeinden Beetzendorf und Kuhfelde zu erreichen. „Ich stelle den Antrag an die Verbandsgemeinde, dass das ein VG-Weg wird. Es geht nur um eine Einigung“, erklärte der Bürgermeister.

Ein Einwohner fragte: „Ist es nicht möglich, den Weg so einzuengen, dass dort Rasen keinen Spaß mehr macht?“ Er könne das nur unterstützen, meinte Köppe. Er fahre oft am Sonntag auf dem Weg, und sieben bis zehn Autos in zehn Minuten seien keine Seltenheit, „und die fahren sicher nicht am Sonntag zur Verwaltung in Beetzendorf“. Lothar Köppe schlug Aufpflasterungen an Stellen, wo man nicht ausweichen könne, vor.

Auch VG-Bürgermeister Michael Olms, der als Gast an der Sitzung teilnahm, sprach sich für Schikanen auf dem Weg aus. „Das Problem ist, dass wir Menschen nicht mehr in der Lage sind, unsere eigenen Regeln zu beachten. Nun müssen technische Möglichkeiten gefunden werden. Die Gemeinde sollte das mit dem Bauamt prüfen“, erklärte Michael Olms.

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