Bisher Defizit von fast 300.000 Euro im Haushaltsplan

Gemeinde Beetzendorf muss Vorhaben streichen

Beetzendorfer Stölpenbad
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Das Stölpenbad in Beetzendorf ist ein beliebtes Ausflugsziel. Für 2022 ist eine neue Rutsche geplant, rund 300.000 Euro soll diese Investition kosten. Im jüngsten Gemeinderat gab es Überlegungen, das Vorhaben zu verschieben, weil die Gemeinde nicht genügend Geld habe, um alle vorgesehenen Investitionen auch umzusetzen.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Die Gemeinde Beetzendorf hat für 2022 Investitionen in Höhe von insgesamt rund 2,16 Millionen Euro geplant. Allerdings stehen nur Mittel von etwa 1,866 Millionen Euro zur Verfügung, wodurch sich ein Defizit von 294.000 Euro ergibt. Der Hauptausschuss befasste sich deshalb während seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag, 18. November, mit der Frage, welche geplanten Vorhaben eventuell von der Investitionsliste gestrichen werden können.

Beetzendorf. Als „größten Happen“ bei den für 2022 vorgesehenen Investitionen bezeichnete Bürgermeister Lothar Köppe das Baugebiet Binnenbreite in Beetzendorf, für dessen Erschließung 1,2 Millionen Euro im Etat stehen. Dazu kämen 300.000 Euro für ein Regenrückhaltebecken, aber noch aus dem Haushalt 2021.

Für die neue Attraktion im Beetzendorfer Stölpenbad, eine Breitwellenrutsche, sind 200.000 Euro vorgesehen, zusätzlich zu den 120.000 Euro aus diesem Jahr. „Die reine Rutsche kostet 120.000 Euro, aber für die Leitungen und den Einbau fallen weitere 200.000 Euro an“, erklärte Köppe. Damit würde die neue Attraktion also Kosten von rund 320.000 Euro verursachen. Für die Posten Wohnungsverwaltung und Beetzendorfer Park sind jeweils 100.000 Euro eingeplant, weitere 20.000 für eine Brücke im Park. Jeweils 80.000 Euro sind für die Teichsanierung in Poppau und das Bodenordnungsverfahren Poppau, Hohentramm vorgesehen.

Ratsherr Thorsten Massel sagte: „Das Baugebiet ist eine Investition in die Zukunft, dafür könnte man doch auch einen Kredit aufnehmen.“ Man könne eventuell auch erst mal nur das halbe Baugebiet erschließen. „Die Preissteigerungen bei Baumaterialien sind höher, als wenn wir einen Kredit aufnehmen“, meinte Massel. Der Bürgermeister erwiderte: „Ich bin nicht dafür, vielleicht bin ich zu alt.“ Er schlug vor, einige Dinge von der Investitionsliste zu streichen. Die Teichsanierung könne man schieben, ebenso die 50.000 Euro für den Wegebau, zumal bei letzterem Punkt die Zuwegung noch nicht geklärt sei. Auch die Brücke im Park müsse nicht 2022 gemacht werden. Ratsherr Dirk Frenzel regte an, die Rutsche fürs Stölpenbad um ein Jahr zu verschieben, denn diese sei keine Pflichtaufgabe.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Gemeinde keinen Kredit aufnehmen könne, um den Haushalt zu deckeln, sondern immer nur auf ein Vorhaben bezogen. Die Möglichkeit einer Kreditaufnahme solle bis Ende November geprüft werden.

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