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Gemeinde Beetzendorf bereitet Leitfaden für Solarparks vor

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Von: Christian Reuter

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Solarpark
Am Fuchsberg in Salzwedel steht bereits ein Solarpark. Auch in der Gemeinde Beetzendorf sind Freiflächen-PV-Anlagen geplant, deshalb wird derzeit ein Leitfaden vorbereitet, wie mit Anträgen zu solchen Vorhaben umgegangen werden soll. In der nächsten Ratssitzung könnte der Leitfaden schon beschlossen werden. © Reuter, Christian

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet in Deutschland voran. Auch in der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sollen mehrere Solarparks entstehen, erste Planungen laufen (AZ berichtete). Die Gemeinde Beetzendorf arbeitet derzeit an einem Leitfaden, wie mit Anträgen zu Freiflächen-Photovoltaik (PV)-Anlagen umgegangen werden soll.

Beetzendorf. „Uns liegen bisher drei Anträge zu PV-Anlagen vor“, informierte Beetzendorfs Bürgermeister Enrico Lehnemann am Dienstag, 20. September, auf AZ-Nachfrage. Der Sozialausschuss des Gemeinderates habe sich während seiner jüngsten Sitzung mit dem Entwurf eines Leitfadens zu PV-Anlagen beschäftigt.

„Die VG hat einen Leitfaden erstellt, an dem sich die Gemeinden entlang hangeln können“, erklärte Lehnemann. Das heißt, das Konzept diene dem Rat als Orientierung, eine Einzelfallentscheidung sei allerdings auch weiterhin möglich.

Viele Bürger stören sich an den „blauen Meeren“, die rings um ihre Wohnorte entstehen. Damit es in der Gemeinde Beetzendorf keinen Wildwuchs an Solarparks gibt, wurden auch Festlegungen zur Begrenzung der Größe getroffen. So dürfe eine PV-Anlage maximal eine Fläche von 30 Hektar einnehmen, heißt es in dem Konzept. Und: Maximal zwei Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Gemeinde Beetzendorf, aber höchstens drei Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der jeweiligen Gemarkung dürfen mit Solarparks bebaut werden, teilte Lehnemann mit. Und weiter: „Wenn wir bei zwei Prozent der Gemarkungsfläche geblieben wären, wären die Flächen sehr klein.“ Denn unter 15 Hektar lohne sich eine PV-Anlage auf einem Feld nicht.

Grenzwerte wurden auch zu den Bodenpunkten festgelegt: Maximal 30 soll der Wert bei konventionellen Anlagen betragen, bei Agri-PV-Anlagen (landwirtschaftliche Nutzung zwischen den Reihen mit Solarmodulen möglich) können es bis zu 45 sein. Bei Anlagen, bei denen die Module senkrecht stehen, solle es keine Begrenzung bei den Bodenpunkten geben, erklärte der Bürgermeister. Der Leitfaden solle auf der nächsten Ratssitzung, die voraussichtlich am 20. Oktober stattfindet, zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung stehen.

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