Vizebürgermeister Detlef Jürges: „Das Waldbad profitiert davon nicht“

Gemeinde Apenburg-Winterfeld tritt Tourismusverband vorerst nicht bei

Waldbad Apenburg
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Das Waldbad in Apenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Gemeinde Apenburg-Winterfeld. Der Gemeinderat hat den Beitrittsbeschluss zum Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband verschoben. „Ich glaube nicht, dass unser Waldbad davon profitiert, wenn wir in dem Verband sind“, hatte Detlef Jürges erklärt.
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    VonChristian Reuter
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Im Jahr 2019 war der Altmärkische Regionalmarketing- und Tourismusverband (ART) mit Sitz in Tangermünde neu gegründet worden. Inzwischen sind zahlreiche Städte und Gemeinden Mitglieder des Zweckverbandes. Die Gemeinde Apenburg-Winterfeld aber zögert noch und hat den Beitrittsbeschluss zum ART erst einmal verschoben.

„Diesdorf, Dähre und Beetzendorf sind schon beigetreten“, informierte Bürgermeisterin Ninett Schneider während der jüngsten Ratssitzung, als es um den Beschluss über den Beitritt zum kommunalen Zweckverband „Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband“ ging. Und sie fügte noch hinzu: „Wir haben auch einige touristische Punkte und Gastronomie, die unsere Unterstützung braucht.“

Ein Ratsherr erinnerte daran, dass der Beitrittsbeschluss schon einmal auf der Tagesordnung gestanden habe. „Wir haben das gelassen, weil wir nicht wussten, was uns das kostet“, sagte er. Darauf erwiderte die Bürgermeisterin, dass der Gemeinderat den Beschluss „gerne noch mal vertagen“ könne auf das Datum, an dem die Haushaltsdebatte anstehe.

„Ich glaube nicht, dass unser Waldbad davon profitiert, wenn wir in dem Verband sind“, erklärte Apenburg-Winterfelds Vizebürgermeister Detlef Jürges. Schließlich stimmte der Gemeinderat dafür, den Beitrittsbeschluss auf die Haushaltssitzung zu verschieben.

Auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung stand noch ein weiterer Beschluss, der vom Rat einstimmig gefasst wurde. Dabei geht es um den Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Wohnbebauung und Windenergieanlagen. „Unter 1.000 Metern ist Selbstmord für jede Gemeinde. Die Altmark hat ihren Teil für die erneuerbaren Energien schon geleistet, das waren deine Worte“, sagte der Ratsherr Mark Wöllmann an die Bürgermeisterin gerichtet und brachte das Thema damit auf den Punkt.

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