Gekappte Oberleitung bei Waddekath

Waddekath: Anwohner ärgern sich über Stromausfall

Gekappte Oberleitung bei Waddekath
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Diese Leitung wurde durch ein Fahrzeug beschädigt. Viele Einwohner waren fünf Stunden lang ohne Strom.

Rund fünf Stunden lang ohne Strom waren am vergangenen Mittwochnachmittag zahlreiche Einwohner aus den Diesdorfer Ortsteilen Waddekath und Höddelsen.

Waddekath / Höddelsen (von Kai Zuber) – Nach Recherchen der AZ hatte ein sehr hohes landwirtschaftliches Fahrzeug bei Waddekath auf einem Acker eine der Oberleitungen gekappt, die auch weiter östlich die Dörfer mit Strom versorgen. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch zwischen 14.45 und 19.30 Uhr und sorgte für viel Unmut in der Bevölkerung. „Ich hätte mir gewünscht, dass der Verursacher sich sofort nach dem Vorfall an die Avacon gewendet hätte und nicht erst eine Stunde danach“, sagte der Waddekather Lucas Nieber der AZ. Zahlreiche Menschen in Waddekath und Texas müssen wegen der Corona-Pandemie aktuell ihr Homeoffice betreiben und waren demnach für fünf Stunden lang „ohne Saft“. „Außerdem machen viele Studenten aus der Region gerade zu dieser Zeit ihr Online-Semester“, erklärte Lukas Nieber.

Das Problem sei auch, dass die Leitung dann nach Höddelsen durch den Wald gehe und schon bei leichtem Wind Äste auf die Leitung knicken, sodass die Bürger dann oft stundenlang ohne Strom seien, heißt es aus Waddekath. „Da muss sich die Avacon als Stromversorger mal etwas einfallen lassen und vielleicht eine sichere Ringleitung verlegen. So geht das nicht weiter. Wir leben in der digitalen Zeit und im 21. Jahrhundert. Andere Länder lachen sich schlapp, dass Deutschland noch wegen solcher Pannen Stromausfälle hat“, meint der Waddekather. Und auch gegen den Verursacher regte sich Kritik: „Wieso muss man sich unter eine Stromleitung stellen, wenn man weiß, dass man große Technik hat und da nichts drunter passt? Dafür fehlt mir jegliches Verständnis“, ärgert sich Nieber.

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