Gute Zahlen nach Zusammenschluss der VSE mit der Saatbau Clenze

Fusion positiv für Dähre

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Die Vereinigten Saatzuchten betreiben in Dähre eine Filiale. Von der Fusion profitieren Landwirte aus der Altmark.

rl Dähre. Die Vereinigten Saatzuchten Ebstorf-Rosche (VSE) und die Saatbau Clenze hatten sich in diesem Jahr zur Vereinigte Saatzuchten e. G. (VSE) zusammengeschlossen (AZ berichtete). Diese Fusion hat sich offenbar rundum positiv ausgewirkt.

„Bereits im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr schreibt die landwirtschaftliche Warengenossenschaft gute Zahlen“, bilanziert Friedhelm Ott, einer der Geschäftsführer der VSE, die im westaltmärkischen Dähre eine große Zweigniederlassung betreibt. Viele Landwirte der Region sind an die VSE gebunden oder feste Handelspartner.

Für Friedhelm Ott war die Verschmelzung rückblickend der richtige Schritt, wie er gegenüber AZ erläutert.

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Saatbau nach der Verschmelzung auf Kurs

Wieder solide Zahlen für Clenze: 632 000 Euro werden als Gewinn ausgewiesen / Regionalrat soll Austausch fördern

Geschäftsführer Volker Borman.

War es für die Mitglieder der einstigen Vereinigten Saatzuchten Ebstorf-Rosche normal, dass ihre Genossenschaft sehr solide Zahlen und Ergebnisse schrieb, war es in den vergangenen Jahren für die Mitglieder der Saatbau Clenze leider nicht so. Nun aber kommen die guten Nachrichten für die Saatbau. Nach der Verschmelzung wird in diesem Jahr ein Gewinn von rund 632 000 Euro ausgewiesen. Die vorgesehene Dividende beträgt 52 443 Euro. Volker Bormann als geschäftsführender Vorstand ist froh, dass auch die Arbeitsplätze erhalten werden konnten. Im Gespräch mit der Altmark-Zeitung blickt er noch einmal auf den kurzen Zeitraum zurück, in dem die Verschmelzung umgesetzt wurde.

„Die Gespräche begannen erst im Oktober 2016, konnten aber so konstruktiv und zielorientiert geführt werden, dass ab April des am 30. Juni 2017 abgelaufenen Geschäftsjahres gemeinsam als VSE firmiert wurde“, sagt Bormann. Einigkeit bestand in den Gremien darin, die Verschmelzung auf den 01. Juli 2016 rückwirkend zu beschließen. „Dadurch können auch die ehemaligen Mitglieder der Saatbau auf der am Donnerstag, 14. Dezember 2017, in der Uelzer Jabelmannhalle sattfindenden Generalversammlung mitbestimmen“, informiert Bormann.

Geschäftsführer Friedhelm Ott.

„Besonders erfreulich ist dabei aus Sicht ehemaliger Saatbau-Mitglieder, dass auch über die Höhe einer Dividende abgestimmt wird“, ergänzt Friedhelm Ott. Weiter informierten beide Geschäftsführer, dass ein Regionalrat gebildet werden soll und dafür eine Satzungsänderung vorgesehen sei. Mit dem Regionalrat soll der Austausch mit den landwirtschaftlichen Mitgliedern und den unterschiedlichen Betriebstypen im gesamten Geschäftsgebiet gefördert werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind die Taktgeber für die Genossenschaft: „Es ist unser Anspruch, den Förderauftrag aus unserer Satzung zu erfüllen“, unterstrich Volker Bormann.

Von Rüdiger Lange

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