Pfingstfest fiel in diesem Jahr beschaulicher und arbeitsreich aus

Frühjahrsputz statt Chorkonzert in Hohengrieben

Die Radler können kommen: Der neue Hohengriebener Fahrradständer samt Pflasterung ist fertig.
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Die Radler können kommen: Der neue Hohengriebener Fahrradständer samt Pflasterung ist fertig.

Hohengrieben – Die Erfolgsstory des Hohengriebener Pfingstfestes muss in diesem Jahr ausnahmsweise einmal pausieren.

Denn das im Rahmen der Altmark-Festspiele am Pfingstsonntag in Hohengrieben geplante Konzert der weltberühmten Sänger des Knaben- und Männerchores Dudaryk aus Lviv in der Ukraine musste wegen der Corona-Pandemie kurzerhand angesagt werden.

„Wir hatten zwar noch bis zuletzt gehofft, dass es doch noch starten kann, aber daraus wurde leider nichts. Vielleicht können wir das Konzert mit den ukrainischen Gästen ja bald nachholen“, ist Dr. Gerhard Schulz zuversichtlich. Der Vorsitzende des örtlichen Heimatvereins änderte daraufhin mit seinen fleißigen Mitstreitern die Pläne in dem nimmermüden Diesdorfer Ortsteil: Frühjahrsputz im ganzen Dorf ersetzte das Chorkonzert und so fiel das Pfingstfest in Hohengrieben in diesem Jahr etwas beschaulicher aus.

Folgende Arbeiten standen also in den vergangenen Tagen in Hohengrieben auf dem Plan: Schneepflug streichen, die hölzerne Frühschoppen-Bank pinseln, letzte Arbeiten am Fahrradständer erledigen, das Tor der renovierten Schulscheune witterungsbeständig machen, das Ortsschild auf Vordermann bringen und natürlich den Schaukasten mit den touristischen Angeboten auf den neuesten Stand bringen. Außerdem sind alle Grünflächen im Dorf komplett gemäht. Doch dafür müssen die Mitglieder des Heimatvereins keine ehrenamtlichen Stunden mehr leisten. Diese bewältigt ein moderner Mähroboter, der wie ein Marienkäfer lackiert ist.

„Am Hohengriebener Trafo-Turm, der im Ort wegen der nistenden Vögel auch Eulenturm genannt wird, werden noch die Türen neu gestrichen, dann ist das Buswartehäuschen dran und wir sind mit unserem Frühjahrsputz fast fertig“, resümiert Dr. Gerhard Schulz.

An Gästen, die oft auch mit dem Drahtesel vorbei kommen, mangelte es auch zu Pfingsten indes in Hohengrieben nicht. Und die Ausflügler aus Nah und Fern sahen an allen Ecken den Hohengriebener Geist: Eine intakte Dorfgemeinschaft, die fleißig arbeitet, um ihren kleinen Ort picobello in Schuss zu halten.

VON KAI ZUBER

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