Faltbehälter soll eine bessere Wasserversorgung im Wald ermöglichen

Freude über mobilen Tank

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Die Freiwillige Feuerwehr Dähre hat einen mobilen Falttank erhalten. Bei der offiziellen Vorstellung wurde der orangefarbene Behälter um ersten Mal mit Wasser befüllt. Er soll bei Bränden wie im Wald als Pufferstation für eine ausreichende Wasserversorgung dienen.

Dähre. Die Feuerwehr Dähre kann sich erneut freuen. Nachdem sie zu Beginn des Jahres ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 erhalten hatte (die AZ berichtete), bekam die örtliche Wehr einen mobilen Tankbehälter im Wert von 2600 Euro.

Der Tank aus orangenem Kunststoff lässt sich ungefüllt zusammenlegen und schnell verstauen. Bei geradem Stand fasst der Tank 10 000 Liter. Er kann in einer Schräglage bis zwölf Grad Neigung aufgestellt werden, wo er dann immer noch 7500 Liter aufnehmen kann.

Bei dem mobilen Wasserbehälter handelt es sich um eine Spende der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hans-Jochen-Winkel. Mit 828 Mitgliedern und 5950 Hektar Fläche ist sie die größte FBG in Sachsen-Anhalt. Der Vorstandsvorsitzende, Hans-Heinrich Busse, war bei der Übergabe anwesend. Er selbst hat ein Büro in Dähre, wo er einmal wöchentlich mit den betreuenden Förstern über die Lage der Wälder spricht. Die derzeitige Serie von Brandstiftungen im Umland macht ihn sehr betroffen. Ich war früher selbst ein Feuerwehrkamerad und weiß, wie wichtig gutes Equipment ist. Diese Anschaffung war auch ein sehr persönliches Anliegen und ist im Sinne der Mitglieder, deren Waldflächen geschützt sein sollen. Wir haben uns beim Falttankbehälter für die bessere Variante mit zwei Anschlussstellen entschieden“, sagte Busse, der dennoch hofft, dass der Tank nicht zu oft zum Einsatz kommen muss.

Hans-Heinrich Busse (v.l.), Helmut Pachalke und Michael Olms sagten einige Worte bei der Übergabe.

„Die Wälder in der Altmark, wozu auch die Verbandsgemeinde gehört, sind diejenigen mit der größten Waldbrandgefahr in Europa“, beschrieb Helmut Jachalke vom Betreuungsforstamt Westliche Altmark. Im Übrigen seien 80 Prozent Privatwald. Deren Hab und Gut zu schützen, sei eine wichtige Sache, fuhr er fort. „Bei der großen Feuerwehrübung im April 2017 haben wir gesehen, dass es Bedarf an großen Wasserbehältern gibt. Gerade bei Waldbränden, die in einem Gelände sind, wo Wasserstationen nicht allgegenwärtig sind, ist es wichtig, eine Pufferstation zu haben. Während Durchgangsverkehr neues Wasser beschafft, kann dank des großen Wassertanks kontinuierlich gelöscht werden“, erklärte Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf, die Bedeutung einer solchen Anschaffung. „Wir nehmen dieses Geschenk gerne an. Das sollte man als Auftakt für Nachahmung verstehen. Solche Spenden sind eine Investition für die Allgemeinheit“, betonte Olms.

Ronny Runge lobte als stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter den Zusammenhalt der Feuerwehren und bezeichnete das Geschenk als „eine Bereicherung für alle“.

Von Stefan Wasinski

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